Enkeltrick glückte gleich zweimal

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Kanton St. Gallen Die Kantonspolizei St. Gallen mahnt zur Vorsicht vor sogenannten Enkeltrick-Betrügern. Diese täuschen eine persönliche Bekanntschaft vor und bitten um hohe Bargeld-­Beträge. Im Kanton St. Gallen wurden vergangene Woche zwei Personen um mehrere zehntausend Franken betrogen.

Ein 86-jähriger und ein 72-jähriger Mann wurden beide telefonisch von angeblich Bekannten kontaktiert, die angaben, sich in einer Notlage zu befinden. In beiden Fällen wurde eine Bargeld-Übergabe vereinbart. Der 86-Jährige übergab einer vermeintlichen Bankangestellten rund 60 000 Franken, am Wohnort des 72-Jährigen kam es zu einer Übergabe von rund 25 000 Franken, schreibt die Kantonspolizei St. Gallen.

Täter geben sich als Polizisten aus

Enkeltrick-Betrüger melden sich meist telefonisch und geben sich als ein Familienmitglied oder eine persönliche Bekanntschaft aus. Sie erklären, dass sie sich in einer Notlage befinden und bitten die Kontaktierten um hohe Be­träge an Bargeld. Es wird ein Übergabeort vereinbart. Oft erklären die vermeintlich Bekannten sich bereit, das Geld beim Opfer zu Hause abzuholen. Kurz vor dem Termin rufen sie nochmals an und teilen mit, dass sie verhindert seien, das Geld aber von einem Bekannten abholen lassen würden, schreibt die Kantonspolizei. Einige Betrüger geben sich zudem als Polizisten aus und raten dem Opfer, das Geld zu ­bezahlen, damit sie die Täter auf ­frischer Tat ergreifen können. Die Polizei rät, das Telefonat zu beenden und sich bei der ört­lichen Polizeistelle zu melden. Im weiteren rät sie, keine Zahlungen zu leisten, bevor man nicht mit Sicherheit weiss, dass es sich ­effektiv um eine Bekanntschaft handelt. (wo)