Energiewende langfristig planen

Die Initianten der Ausstiegs-Initiative nehmen die Umsetzung der Energiestrategie 2050 vorweg und setzen auf eine überhastete Stilllegung der AKW. Jedoch verschliessen sie die Augen vor der Realität.

Beat Tinner, Kantonsrat und Fraktionspräsident Fdp, Wartau
Drucken
Teilen

Die Initianten der Ausstiegs-Initiative nehmen die Umsetzung der Energiestrategie 2050 vorweg und setzen auf eine überhastete Stilllegung der AKW. Jedoch verschliessen sie die Augen vor der Realität.

Durch die Sofortabschaltung würden wir mit unserer Versorgungssicherheit pokern, explodierende Energiepreise riskieren und eine Abhängigkeit von ausländischem Kohlestrom schaffen. Zudem würden bereits nächsten Winter 15 Prozent der Stromproduktion wegfallen. Auch die fehlenden Netzinfrastrukturen haben das Potenzial, Chaos zu stiften. Aufgrund der Mitwirkungsrechte von Grundeigentümern, Behörden und Bevölkerung lässt sich deren Ausbau nicht von heute auf morgen bewältigen. Ein Blick nach Deutschland belegt dies: So kann der im Norden produzierte Strom nicht nach Bayern transportiert werden, weil sich Interessengruppen gegen den Ausbau der Transportleitungen wehren und das Vorhaben blockieren.

Eine Energiewende bedarf daher einer langfristigen Planung. Ein einseitiger Blick auf die Produktion ist kurzfristig und droht in einem Fiasko zu enden. Deshalb stimme ich Nein zur Ausstiegs-Initiative!

Aktuelle Nachrichten