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ENERGIEPOLITIK: Bund will mehr Ostschweizer Windstrom

In der Ostschweiz könnten Windräder Strom für bis zu 160 000 Haushalte liefern, schätzt der Bund. «Absolut utopisch», sagt der St. Galler Kantonsplaner.

Im Jahr 2050 soll die Schweiz mindestens sieben Prozent ihres Strombedarfs mit Windkraftwerken decken. Dies sieht die nationale Energiestrategie vor. Heute liegt der Windstromanteil unter einem Prozent. Für die Ostschweizer Kantone insgesamt sieht der Bund ein Windenergiepotenzial in der Kategorie von 210 bis 820 Gigawattstunden (GWh) pro Jahr. Das entspricht etwa dem Verbrauch von 40 000 bis 160 000 Haushalten.

Allein: Heute ist die Ostschweiz von solchen Werten weit entfernt. In der Region stehen laut der Windenergiekarte des Bundes erst vier kleine Einzel­anlagen. Grosse Windräder wie etwa jenes in Haldenstein bei Chur gibt es noch keine. Eine Handvoll Projekte ist in Vorbereitung, doch ob und wann sie realisiert werden, ist ungewiss. Die Initianten einer Windenergie­anlage mit zwei Rädern in Oberegg etwa rechnen damit, dass am Ende die Gerichte über die Umsetzung entscheiden ­werden.

St. Galler Regierung beschwichtigt

Im Kanton St. Gallen stossen die Zahlen des Bundes auf Skepsis. Die SVP-Fraktion im Kantonsrat hat die Regierung damit konfrontiert. Diese hält fest, das Windenergiekonzept des Bundes sei für die Kantone keineswegs verbindlich.

Kantonsplaner Ueli Strauss-Gallmann bezeichnet die Schätzungen als «absolut utopisch». Zu oft gebe es Widerstand gegen Windstromanlagen, vor allem wegen ihrer Sichtbarkeit und wegen des Lärms.

Im Kanton Thurgau hat die Regierung vor Kurzem wegen breiter Kritik darauf verzichtet, im Richtplan mögliche Windenergiezonen festzulegen. Im Kanton St. Gallen steht dieser Entscheid noch bevor. (av)12

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