Energie sparen ist aktuell

Der Hauseigentümerverband Werdenberg lud zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Gebäude-Modernisierung ein. Aus fachlicher Sicht wurden interessante Fakten vermittelt.

Hansruedi Rohrer
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Beispiel eines energieeffizienten Hauses in Frümsen. (Bild: pd)

Beispiel eines energieeffizienten Hauses in Frümsen. (Bild: pd)

BUCHS. Das Thema sei aktueller denn je, sagte Peter Meister, Präsident des HEV Werdenberg am Donnerstag in der bzb-Aula in seiner Begrüssung. Deshalb würden diese Informationen am heutigen Abend wohl auch entsprechend interessieren. Das Thema war «Gebäude modernisieren – Energiekosten senken».

Silvia Gemperle, Leiterin Energie und Bauen bei der Energieagentur St. Gallen, sprach über die Aspekte der Energieberatung und der Energieförderung sowie über Vorgehen und Gebäudehülle. Die Sonne als unerschöpfliche Energiequelle werde natürlich in die Überlegungen einbezogen, wenn es im eigenen Haus etwas energetisch zu verbessern gibt, sagte die Referentin. Zum Beispiel bei der Heizung, den Fenstern, der Isolation. Der erste Schritt sei die Erstberatung am Telefon bei der Energieagentur oder ein Blick in deren Homepage (Telefon 058 228 71 71, www. energieagentur-sg.ch). Erste Beratungsgespräche zu einem konkreten Projekt gibt es regelmässig auch in Buchs, Sargans und Walenstadt.

Verbrauch reduzieren

Um Energiekosten zu senken, würden viele kleine Schritte dazu beitragen, dies auch zu tun, erwähnte Silvia Gemperle und nannte Beispiele: Verbrauch des Haushaltstroms minimieren, Heiztemperatur etwas senken, alte Fenster ersetzen, Gebäudehülle und Dachgeschoss isolieren. Wenn es darum gehe, ein ganzes Gebäude energetisch zu sanieren, müssten viele Punkte berücksichtigt werden. Nebst dem Gespräch empfahl sie auch die Dokumentenmappe über energetische Gebäudemodernisierung, welche bei Bedarf abgegeben werde. Vielleicht frage man sich, was man denn davon habe, wenn die Gebäudehülle energetisch erneuert sei, sagte Silvia Gemperle. «Es ist ein anderes, wohliges Gefühl von Temperatur im Haus, und nicht zu vergessen vom Werterhalt der Liegenschaft. Sie zeigte anhand einiger Häuser-Beispiele das Vorher und Nachher auf.

Energieförderung

Der Kanton St. Gallen unterstützt mit seinem Energieförderungsprogramm verschiedene, ausgewählte Bereiche der Energiepolitik. Unter anderem gehören die Wärmeerzeugung mit Sonnenkollektoren, Wärmenetze, Biogasanlagen, Ersatz von Elektroboilern und Elektroheizungen oder auch Machbarkeitsstudien dazu. «Sanieren und profitieren» ist das Motto. Auch die Stadt Buchs kennt die Energieförderung.

Einheimische Fachperson

Von Peter Schibli, Geschäftsführer und Inhaber der einheimischen Heizplan AG in Gams, hörten die interessierten HEV-Mitglieder anwendbare Beispiele für Haustechnik und erneuerbare Energie. Der Spezialist konnte dabei auch von der 30jährigen Erfahrung in der Photovoltaik-, Solarthermie- und Wärmepumpen-Thematik profitieren. Die Gamser Heizplan ist nämlich schon 30 Jahre lang erfolgreich.

Peter Schibli erläuterte mit gezeigten Beispielen verschiedene Techniken, Herausforderungen und Möglichkeiten, aber auch Lösungen für verschiedene Gebäude. Photovoltaik und Thermie sei nicht nur auf dem Dach, sondern auch an der Fassade machbar. Aktuell seien zum Beispiel auch Wärmepumpen, welche Ökonomie und Ökologie in Einklang bringen und ein harmonisches Wärmeprinzip bringen. «Energiewandel als Zeitwende», meinte Peter Schibli, «und wir stehen mittendrin!»

Am Schluss der informativen Veranstaltung stand ein feiner Werdenberger Bäuerinnen-Apéro bereit.