Emotionslose Generalversammlung

Trotz sportlicher Misere geht die Generalversammlung des FC St. Gallen ruhig über die Bühne.

Tim Naef, Patricia Loher
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Es sind alarmierende Zeichen. Nach einem Drittel der Meisterschaft belegt der FC St. Gallen in der Super League den letzten Rang. Zuletzt war die Leistung beim 0:3 in Luzern indiskutabel. Obwohl die Volksseele in der Ostschweiz kocht, ging die 13. Generalversammlung der FC St. Gallen AG gestern Abend in Gossau in geordneten Bahnen und ohne jegliche Diskussion über die Bühne. Präsident Dölf Früh sagte zu Beginn: «Wir nehmen die Situation sehr ernst. Aber wir sollten Vertrauen haben – in den Verwaltungsrat.» Der umstrittene, aber anwesende Trainer Joe Zinnbauer war kein Thema. Die allgemeine Umfrage, in der Aktionäre die Gelegenheit haben, ihre Sorgen loszuwerden, blieb ungenutzt. Nicht dabei war die erste Mannschaft. «Die Spieler wollen wir den womöglich negativen Äusserungen nicht aussetzen. Zudem ist am Donnerstag schon wieder Matchtag», sagte Früh. Am Donnerstag bestreitet St. Gallen den Cup-Achtelfinal beim FC Zürich.

Allen Anträgen zugestimmt

Die 351 anwesenden Aktionäre im Gossauer Fürstenlandsaal stimmten allen Anträgen des Verwaltungsrates zu. Verwaltungsratspräsident Früh wurde ebenso wieder gewählt wie seine Kollegin Brigitta Mettler, seine Kollegen Michael Hüppi, Martin Schönenberger und Pascal Kesseli. 31