Elektronische Fussfessel ist nicht immer geeignet

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Kanton St. Gallen Der Kanton führt die Überwachung von Straftätern mit elektronischen Fussfesseln ein. Ähnlich wie Hausarrest, ist diese neue Möglichkeit des Vollzugs aber für gefährliche Täter nicht geeignet, wie Regierungspräsident Fredy Fässler am Mittwoch erklärte.

Freiheitsstrafen von 20 Tagen bis zu zwölf Monaten können seit Anfang Jahr zu Hause mit elektronischer Überwachung «abgesessen» werden. Der Kanton St. Gallen hat vorerst fünf elektronische Fussfesseln angeschafft. Justizdirektor Fredy Fässler sprach von einem «sinnvollen Instrument für kurze Freiheitsstrafen». Er verglich die elektronische Überwachung mit der Halbgefangenschaft: Straftäter könnten so weiter arbeiten und würden nicht aus ihrem sozialen Umfeld herausgerissen. Die neue Methode sei aber kein Mittel gegen gefährliche Straftäter. Solche könnten mit einer elektronischen Fussfessel nicht davon abgehalten werden, weitere Taten zu begehen oder zu flüchten. Der Kanton St. Gallen verzichtet auf eine Überwachung in Echtzeit mit GPS-Sendern. (sda)