Elektrische Mobilität im Mittelpunkt

Antriebssysteme, Wandler oder die vom Unternehmen entwickelten Batterie-Ladegeräte. Immer geht's bei Brusa um möglichst umweltfreundliche Mobilität. Für Josef Brusa sind Elektroautos wichtig und der Werdenberger Innovationspreis der Beweis, dass seine Innovationen erkannt werden.

Adi Lippuner
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Für jede angestrebte Lösung ist ein aufwendiges Prüfverfahren nötig. (Bild: Adi Lippuner)

Für jede angestrebte Lösung ist ein aufwendiges Prüfverfahren nötig. (Bild: Adi Lippuner)

SENNWALD. Seit der Gründung vor 30 Jahren konzentriert sich Josef Brusa mit seinem Unternehmen, der Brusa Elektronik AG, auf die Entwicklung von hocheffizienter Leistungselektronik für die elektrische Mobilität. Aber auch Antriebssysteme, ausgerichtet auf die Bedürfnisse von Hybrid- und Elektrofahrzeuge, sowie Wandler mit hoher Leistungsfähigkeit und flexibler Steuerung gehören dazu.

Die Auszeichnung mit dem Werdenberger Innovationspreis ist für das Unternehmen eine Bestätigung und Anerkennung für die jahrzehntelangen Bestrebungen, der elektrischen Mobilität zum Durchbruch zu verhelfen.

Ressourcen schonen

Innerhalb der drei Jahrzehnte hat sich Josef Brusa zum eigentlichen Botschafter für den schonenden Umgang mit Ressourcen entwickelt. «Wir müssen die Effizienz massiv erhöhen. Dann fällt es leicht, die dann noch benötigte Energie mit Sonne, Wind und Wasserkraft zu erzeugen», lautet seine Devise. Der Wandel sei eingeläutet, «inskünftig wird erneuerbare Energie tagsüber produziert und die Wasserkraft zum Ausgleich während der Nacht eingesetzt».

Mit 120 Mitarbeitenden, davon sieben Lernenden, wird in Sennwald täglich an der Entwicklung und Produktion von effizienten Antriebssystemen für die elektrische Mobilität gearbeitet. «Die Rekrutierung der Fachkräfte ist nicht ganz einfach, bei uns im Haus sind zehn verschiedene Muttersprachen vertreten. Zudem müssen auch die Partner oder Familienangehörigen der Mitarbeitenden gerne in ländlicher Umgebung leben.»

Die Umgangssprache im Unternehmen sei schweizerdeutsch und deutsch, auf dem internationalen Markt werde aber oft englisch gesprochen. Bei einem Rundgang durch den Betrieb wird deutlich: Josef Brusa pflegt zu seinen Mitarbeitenden ein kollegiales, von gegenseitigem Respekt geprägtes Verhältnis.

Viermal effizienter

Die Verwendung fossiler Energie ist Josef Brusa ein Dorn im Auge. «Zwar wird darüber gestritten, wie lange die weltweiten Vorräte noch reichen. Doch wer immer nur an seine Rendite denkt, wird an den bisherigen Systemen festhalten. Dabei sind Elektroautos viermal effizienter und verbrauchen damit auch wesentlich weniger Energie.» Für Josef Brusa ist deshalb sonnenklar: «Die Zukunft gehört den Elektroautos.»

Überzeugt ist der Elektrofahrzeug-Pionier, dass in der Schweiz in 50 Jahren nur noch rund die Hälfte des heutigen Energiebedarfs verbraucht wird; aus Ingenieurssicht sei dies jedenfalls ohne Komfort-Einbusse möglich. Mit einem Link zur Erdgeschichte, dort geht es um Millionen von Jahren, wird erklärt, dass ein kleiner Teil der Menschheit über den Verhältnissen lebt. «Wenn immer mehr Leute von den modernen Errungenschaften profitieren wollen, müssen wir umdenken – und dies heute und nicht erst morgen oder gar übermorgen», so Josef Brusa.

Ein positiver Aufbruch in die neue Zeit ist der Einsatz von elektrisch angetriebenen Lastwagen, welche für die Feinverteilung eingesetzt werden. «Die Reichweite von 300 Kilometern, die angenehmen Fahreigenschaften und die Tatsache, dass die Chauffeure gerne mit diesen Autos unterwegs sind, stimmen mich zuversichtlich.»

Preis als Ehre und Ansporn

Und was bedeutet dem Unternehmer, der seine ganze Schaffenskraft seit drei Jahrzehnten in den Dienst der Entwicklung und Produktion hocheffizienter Leistungs-Elektronik für elektrisch angetriebene Fahrzeuge steckt, der Werdenberger Innovationspreis? «Es ist sowohl für mich als auch für meine Mitarbeitenden eine Ehre. Die Auszeichnung beweist, dass über die Gemeindegrenze hinaus erkannt wird, wie innovativ unser Unternehmen seit vielen Jahren unterwegs ist.»

Und weiter: «Wir erfüllen eine gesellschaftlich wichtige Funktion, und wenn dies von aussen erkannt wird, ist dies eine Anerkennung.» Zudem sei es auch ein Ansporn für die Ingenieure und Entwickler, welche täglich gezwungen sind, innovativ zu sein und nach Ideen und Lösungen auch in den Details zu suchen. «Was bei uns umgesetzt wird, muss nicht nur funktionieren, es muss preislich auch erschwinglich sein», bringt Josef Brusa sein Bestreben auf den Punkt.

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