«Eldorado» im Kiwi Treff

Kinotipp

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Werdenberg Der Schweizer Regisseur Markus Imhoof wurde vor allem durch seine Filme «Das Boot ist voll» oder «More than Honey» bekannt. Nun erzählt er in «Eldorado» nicht nur seine persönliche Begegnung als Kind mit dem italienischen Mädchen Giovanna, welches seine Eltern nach dem Zweiten Weltkrieg als Pflegekind in die Familie aufnahmen, sondern zeigt vor allem die heutige Not Vertriebener auf.

Dabei gibt es Fragen nach Menschlichkeit und gesellschaftlicher Verantwortung. Der Filmemacher geht an Bord eines Schiffes der italienischen Küstenwache, welche während der Operation «Mare Nostrum» zahlreiche Menschen aus dem Mittelmeer rettete. Zuletzt befanden sich 1800 Menschen an Bord des Schiffes. Imhoof und sein Kameramann erlebten, wie diese Leute versorgt wurden. Der Dokumentarfilm zeigt die stetige Suche von Flüchtlingen nach einem «Eldorado» auf. Dabei geraten sie zuerst einmal in einen grossen Verwaltungsapparat. Es ist auch klar, dass nicht ein ganzer Kontinent einfach «die Seite wechseln» kann. Imhoof verknüpft im neuen Film immer auch die Erinnerung an das seinerzeitige Kriegsopferkind Giovanna und begibt sich damit auch auf die Reise in seine eigene Vergangenheit. «Eldorado» ist im Kiwi Treff Werdenberg am Samstag, 14. und Sonntag, 15. April (je 17 Uhr) sowie am Mittwoch, 18. April (20 Uhr) zu sehen. (pd)