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EISHOCKEY: Farbenfroher Fanclub

Philipp Untersander aus Grabs reiste mit acht Familienmitgliedern an die Olympischen Winterspiele. Der Grund: Sein Sohn Ramon kämpft in der Schweizer Eishockey-Nati mit.
Philipp Kolb, Pyeongchang
Eishockeyspieler Ramon Untersander kann auch in Pyeongchang auf seine treuen Fans zählen. (Bilder: Philipp Kolb)

Eishockeyspieler Ramon Untersander kann auch in Pyeongchang auf seine treuen Fans zählen. (Bilder: Philipp Kolb)

Philipp Kolb, Pyeongchang

redaktion@wundo.ch

Der Untersander-Fanclub fiel im Stadion auf – farbenfroh präsentierten sich die neun persönlichen Fans des Verteidigers mit 22 Länderspielen. Der Grund: Die Gruppe aus Grabs, dem Rheintal, Bern und anderen Teilen der Schweiz trug Original-Trikots des 27-Jährigen, der in Widnau, beim SC Rheintal mit seinem Sport begonnen hat. «Er ist neben der Eishalle Aegeten aufgewachsen», erzählt sein Cousin Silvan Buschor aus Altstätten, der zum neunköpfigen Fanclub gehört.

Die getragenen Trikots zeigen Untersanders Werdegang: Zehn Jahre spielte er beim SC Rheintal. Als Vierjähriger schnürte er erstmals die Schlittschuhe. In der Folge wechselte er zum HC Thurgau – er lernte dabei parallel in der Sportschule Kreuzlingen. Der 1,83 grosse und 82 kg schwere Verteidiger mit der Nummer 65 zog dann aber eine KV-Lehre vor. Diese absolvierte er in Davos. Sechs Jahre spielte er beim HCD – drei Jahre lang als Profi. Der Rheintaler wechselte dann nach Biel (3 Jahre) und zuletzt zum SC Bern (seit 2015). Dort feierte er seine Meistertitel zwei und drei, nachdem er bereits mit Davos einmal Schweizer Meister wurde.

«Habe nur wenig Eiszeit erhalten»

Mit der Nati durfte er letztes Jahr an der WM dabei sein und im Moment kämpft er an seinen ersten Olympischen Spielen mit. Gegen Tschechien lief es der Schweiz am Sonntag aber nicht sonderlich gut (1:4). «Wir hatten unsere Chancen, haben sie aber nicht gemacht. Persönlich bin ich nicht zufrieden. Ich habe nur wenig Eiszeit erhalten», erklärt Untersander nach der Niederlage. Er und auch andere Schweizer Spieler trafen sich kurz nach der Partie mit ihren Familienmitgliedern. Untersander konnte dabei auf einen der grössten Fanclubs zählen: «Das freut mich unheimlich. Diese persönliche Unterstützung setzt bei mir viel Energie frei». Während dem Spiel nimmt er die neun Fans natürlich nicht war. «Auf dem Eis bin ich voll fokussiert, im Tunnel», so Untersander. Die Zuschauer bemerken den speziellen Fanclub aber. Sie sind wegen ihrer verschiedenen Trikots bunt gemischt und zählen zu den lautesten Fans im Stadion.

Stolzer und nervöser Papa

Philipp Untersander, der Vater des 22-fachen Internationalen, betreibt in Schaan seit 20 Jahren ein Unternehmen mit 10 Mitarbeitern. Die Firma Catfil entwickelt Medizinmobiliar. Er habe sehr gute Mitarbeiter, da laufe das Geschäft auch ohne ihn, erklärte er grinsend. Ohnehin wäre er während den Olympischen Spielen abgelenkt – sein Sohn darf schliesslich an den Olympischen Spielen mitmischen. Da macht es Sinn ihm gleich nachzureisen.

Die Idee dazu entstand an Heiligabend, als die ganze Familie versammelt war. «Es ging wirklich schnell. Ich fragte wer mitreisen will und schliesslich wurden wir eine Gruppe zu neun Personen. Der eine kümmerte sich um die Tickets, der andere um die Unterkunft. So teilten wir uns alle Aufgaben auf». Ausser Eishockey reichte die Zeit nicht für viele weitere Sportarten. «Wir waren im House of Switzerland und haben die Medaille von Wendy Holdener mitgefeiert. Im grossen und ganzen sind wir aber fürs Eishockey und für Ramon hier», so der stolze und im Spiel auch nervöse Papa weiter.

Ob sich die Schweiz fürs Viertelfinale qualifiziert, erfährt Philipp Untersander im Flugzeug. Die Partie von heute Dienstag (13.10 Uhr Schweizer Zeit) im Achtelfinale gegen Deutschland wird der ganze Fanclub nicht mehr sehen. «Wir reisen am Dienstag ab. Schliesslich müssen wir wieder arbeiten», meint er und hält fest: «Deutschland müsste aber in Reichweite liegen. Dann könnten wir zu Hause das Turnier weiterverfolgen und dort jubeln.»

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