Einwohnerzahl stieg stark

Die Bevölkerung hat im Werdenberg im 2014 um 1,6 Prozent zugenommen. Das Wachstum hat sich damit leicht beschleunigt. Doch einiges spricht dafür, dass die Dynamik 2015 nachlässt.

Hanspeter Thurnherr
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REGION. Die Masseneinwanderungs- und die Zweitwohnungs-Initiative sowie das neue Raumplanungsgesetz waren politisch in den letzten Monaten die Themen, welche als Gründe für einen zu erwartenden Rückgang im Wohnungsbau-Bereich herhalten mussten. Der Wohnungsbau hat einen direkten Einfluss auf die Entwicklung der Bevölkerungszahlen in den einzelnen Dörfern.

Dies hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder deutlich gezeigt. Wo Bauland vorhanden ist und entsprechend gebaut wird, stieg in der Folge die Einwohnerzahl. Wenn Überbauungen fertiggestellt und die Wohnungen bezogen sind, flacht gewöhnlich das Wachstum der Bevölkerung ab oder es kommt gar zum Rückgang.

Sennwald als Spitzenreiter

Dies bestätigte sich auch 2014, ein Jahr, in dem in mehreren Werdenberger Gemeinden noch «fleissig» gebaut, respektive Wohnbauten fertiggestellt wurden. «Profiteure» dieser Zusammenhänge waren in erster Linie die Gemeinden Gams, Buchs, Sevelen und als Spitzenreiter Sennwald mit Zuwächsen zwischen 1,68 und 3,52 Prozent.

Den Gegenpol bilden Wartau und Grabs mit einem leichten Rückgang. Grabs leidet darunter, dass kaum mehr verfügbares Bauland auf dem Markt ist. Die Zahl von 7000 Einwohnern am Jahresende scheint deshalb auf längere Zeit nicht mehr erreichbar zu sein.

Gesamthaft ist das Werdenberg um 1,59 Prozent gewachsen – und damit noch etwas stärker als im Vorjahr. Dies ist der zweithöchste Wert in den letzten 20 Jahren. Stärker war das Wachstum nur im Boomjahr 2008 mit 1,76 Prozent.

Ein Sonderfall

Wenn also die politischen Beobachter, die Statistiker und die Vertreter der Baubranche recht haben, wird die Dynamik beim Bevölkerungswachstum im Werdenberg 2015 abflachen.

Ein spezieller Fall ist Wildhaus-Alt St. Johann. Zwar stieg auch hier die Einwohnerzahl das dritte Jahr in Folge, aber mit rückläufiger Tendenz. Vor 2012 war, mit einer Ausnahme im 2008, die Bevölkerungszahl jahrelang gesunken. • DIE DRITTE