Einschreiten des Rektors war richtig

Nach den meist einseitigen Berichten zum angeblichen «Mobbing» des Rektors der Kanti Sargans sollten doch einige Dinge klargestellt werden.

Drucken
Teilen

Nach den meist einseitigen Berichten zum angeblichen «Mobbing» des Rektors der Kanti Sargans sollten doch einige Dinge klargestellt werden.

Deutliche Massnahmen gegen einen Lehrer, der angeblich über eine «ausgewiesene Fachkompetenz» verfügt, die sich nur auf die Mathematik beschränkt, nicht aber auf die Vermittlung von Mathematik, sind mehr als gerechtfertigt. Überfordernder Unterricht ist kein Kavaliersdelikt, sondern ein unzulässiger Mangel in einer Kernkompetenz. Dies erfordert ein Einschreiten des Rektors, weil nämlich bei Überforderung Schüler nichts oder deutlich zu wenig lernen. Unterrichtskompetenz heisst, dass alle Schüler möglichst weit kommen, und nicht, dass eine kleine Elite sehr weit kommt und der Rest der Klasse auf der Strecke bleibt. Die Kanti Sargans gehört gemäss den Evaluationen der letzten Jahre zu den Ostschweizer Gymnasien, welche an den Universitäten schweizweit die besten Studienerfolge (zum Beispiel am wenigsten Studienabbrecher) hatten. Das hat sie nicht elitären Hardlinern zu verdanken, sondern Lehrpersonen, die mit hohen Ansprüchen die ganz grosse Mehrheit ihrer Schülerinnen und Schüler motivieren, fordern und zu Lernerfolgen führen. Und dafür steht Stefan Wurster als Rektor unmissverständlich ein.

Nun betreiben ehemalige Lehrerinnen und Lehrer der Kanti diese Hexenjagd munter weiter. Müssen wir uns wirklich damit abfinden, dass Menschen, die von Vorgesetzten zur Verbesserung ihrer beruflichen Defizite angehalten werden, damit bald schon regelmässig an die Öffentlichkeit gehen? Das ist ein Trauerspiel sondergleichen. Lehrpersonen mit Fehlern zu konfrontieren ist doch kein Mobbing. Vielmehr ist die diesbezügliche öffentliche Klage zunehmend ein Missbrauch des Begriffs Mobbing. In der Regel sind Lehrerinnen und Lehrer froh darum, wenn ein Vorgesetzter bei Kolleginnen und Kollegen mit Kompetenzmängeln klar handelt. Es geht dabei nämlich immer auch um den Ruf der ganzen Schule.

Eine Hauptursache des schlechten Rufs, der durch diese Umtriebe für die Kanti Sargans erzeugt wurde, ist die erstaunliche Inkompetenz mehrerer Chefredaktionen der Ostschweizer Zeitungen: Einen dermassen einseitig recherchierten Artikel, wie denjenigen von Markus Rohner vom 13. Januar zu publizieren, wirft ein miserables Licht auf die redaktionelle Arbeit. Da ist durchschnittlicher Boulevard-Journalismus sogar besser. Immerhin hat eine Vorinstanz besagtem Lehrer nicht Recht gegeben. Die Leser sollten darauf vertrauen können, dass dermassen heikle Themen einigermassen sorgfältig recherchiert werden. Vielleicht sollte man mal die Beziehung (alte Seilschaft?) des angeblich von Mobbing betroffenen Lehrers zu besagtem Journalisten genauer unter die Lupe nehmen. Es besteht seitens der Chefredaktion(en) erheblicher Klärungsbedarf.

Bernhard Hauser, Sarganser Schulratspräsident, 7310 Sargans

Viele andere Opfer wurden vergessen

Die Gedenkfeier zum 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz fand ohne Putin, aber auch mit dem «Vergessen» vieler anderer Opfer aus dieser Zeit statt.

Bei der Gedenkzeremonie hat der polnische Präsident Bronislaw Komorowski den Einsatz der Sowjetarmee gewürdigt. Dieser verdiene «Respekt und Anerkennung», sagte Komorowski vor 300 meist hochbetagten Holocaust-Überlebenden und zahlreichen Staatsgästen. Komorowski nannte Auschwitz eine «Hölle von Hass und Gewalt». Gegen jede Relativierung der nationalsozialistischen Verbrechen müsse entschlossen Widerstand geleistet werden.

Bundesrätin Sommaruga war an der Gedenkfeier in Auschwitz auch anwesend und sagte, wir dürften nie vergessen, was Auschwitz bedeutet.

Es sei nun an den Nachgeborenen, die Erinnerung an die dunkelste Phase der europäischen Geschichte wachzuhalten. Frau Bundesrätin Sommaruga, haben die Staatsrepräsentanten die anderen Opfer einfach vergessen? Weshalb haben sie nicht auch der Opfer aus Polen oder der ehemaligen Sowjetunion gedacht. Stalin hat in Polen innert weniger Tage die ganze Elite eines Landes umbringen lassen. Es waren über 40 000 Polen. Lehrer, Ärzte, Gelehrte, Geistliche und Offiziere.

Lenin und Stalin – ihre politischen Gesinnungsgenossen – haben in den Kriegsjahren 12 Millionen Menschen umbringen oder absichtlich verhungern lassen. Wie erklären Sie unserer Jugend, dass sie lieber die «Internationale» singen als die Schweizer Hymne. Wie erklären Sie unserer Jugend, dass ein Nationalrat Levrat und ein Bundesrat Schneider-Amann mit einer «brutalen Gegenoffensive» droht, sollten die Löhne gekürzt oder angetastet werden. Ihr Genosse und SP-Ökonom Lampart hat 2012 in der Arena wörtlich gesagt, dass Unternehmer «Sauhunde seien» und bekämpft werden müssen.

Frau Sommaruga, auch das Sie jetzt nach Brüssel fahren, um über die Bilateralen zu verhandeln war abzusehen. Bundesrat Burkhalter wurde ruhiggestellt, damit Sie dann der Schweiz verkünden können, welchen Erfolg Sie für die Schweiz in Sachen bilaterale Abkommen erringen durften. Seien Sie doch ein bisschen mehr die Bundesräte für alle Bürger und nicht nur für ein paar erlesene Genossen.

Walter Ostermeier, Bühlweg 5, 9479 Oberschan

Aktuelle Nachrichten