Einpromiller der Motorradszene

Wintertreffen der Motorradfreunde

Rolf Lüthi
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Die Zelte werden für die Winternacht aufgebaut. Mit der richtigen und modernen Ausrüstung ist das Übernachten darin ein wohlig-warmes Vergnügen. (Bild: PD)

Die Zelte werden für die Winternacht aufgebaut. Mit der richtigen und modernen Ausrüstung ist das Übernachten darin ein wohlig-warmes Vergnügen. (Bild: PD)

Zum 20. Mal fand am Wochenende das Wintertreffen der Motorradfreunde Toggenburg in Ennetbühl statt. 45 winterfeste Motorradfahrer trafen sich zum Fest. Zum Jubiläum liessen sich Organisator Peter Tanner und seine Helfer etwas Besonderes einfallen: Spanferkel vom Spiess, gegart auf dem Holzkohlefeuer. Das Wetter spielte mit, es gab Sonnenschein an beiden Tagen und am Abend ein faszinierendes Farbenspiel, als die untergehende Sonne den frisch verschneiten Säntis und die Churfirsten erstrahlen liess. Rund ums Lagerfeuer wurde unter dem Sternenhimmel genussvoll getafelt. Das Jubiläum und das Spanferkel waren für etliche Winterfahrer aus weiter entfernten Gegenden ein Grund, sich in den Sattel zu schwingen und den Weg nach Ennetbühl unter die zwei oder drei Räder zu nehmen. Aus dem Raum Köln, aus Bayern, aus Venedig, aus dem Elsass und Tirol reisten sie an. Nicht alltäglich die drei Gehörlosen, die mit Seitenwagenmaschinen aus Genua anreisten.

Auch Cordula aus Lindenberg am Bodensee war dabei. Sie fährt eine 30 Jahre alte Yamaha XT 350 und wurde mit einem Pokal geehrt, weil sie seit den Anfangszeiten in Ennetbühl dabei ist. Sie fährt an zwei Treffen im Schwarzwald, ans Elefantentreffen, das grösste Wintertreffen der Welt, jeweils im Januar in Bayern und ans Treffen des MC Geier in Frauenfeld. Nach einer sternenklaren Nacht im Zelt reisten alle wieder ab.

Rolf Lüthi