Eine Woche voller Landwirtschaft

Diese Woche wohnten 20 Schülerinnen und Schüler der Fachmittelschule Sargans im Landwirtschaftlichen Zentrum in Salez. Im Rahmen der Landwirtschaftswoche lernten sie verschiedene Arbeiten auf einem Bauernbetrieb kennen.

Saskia Bühler
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Den Experten befragen: Hans Oppliger hilft den Schülerinnen der FMS bei ihrem Plakat.

Den Experten befragen: Hans Oppliger hilft den Schülerinnen der FMS bei ihrem Plakat.

SALEZ. In den vergangenen Tagen fand im Landwirtschaftlichen Zentrum in Salez die alljährliche Landwirtschaftswoche der Fachmittelschule Sargans statt. Die Klasse aus dem ersten FMS-Jahr, bestehend aus 18 Schülerinnen und zwei Schülern, durfte eine spannende Woche im Zeichen der Landwirtschaft erleben.

Bauern unter die Arme greifen

Nach einer Führung durch den Sortenschaugarten und Kennenlernen des Zentrums am Montag wurde die Klasse am Dienstag in Zweiergruppen aufgeteilt und auf verschiedene Bauernhöfe zwischen Altstätten und Azmoos verteilt. Dort konnten sie einen Tag lang Bauernhofluft schnuppern und bei den verschiedenen Arbeiten, die dort anfallen, mit anpacken. Von vielen Schülern war die Resonanz sehr positiv. Die Arbeit auf dem Bauernhof habe ihnen diese Woche am meisten Spass gemacht, erzählen sie.

Am Mittwoch krempelten die Schülerinnen und Schüler erneut ihre Ärmel hoch. Auf der Alp Altsäss halfen sie den ganzen Tag bei Aufräumarbeiten mit. Einige Schülerinnen seien positiv überrascht gewesen, da die Arbeit nicht so streng war, wie sie es erwartet hatten.

Honig gewonnen, Zopf gebacken

Der Donnerstag und Freitag sind dem Hauptthema der Woche gewidmet: dem UNO-Jahr der Hülsenfrüchte. Eigens dazu wurden im Sortenschaugarten des Landwirtschaftlichen Zentrums speziell viele Hülsenfrüchte angebaut, die nun zu blühen begonnen haben. In Gruppenarbeiten stellten die Fachmittelschüler verschiedene kreative Plakate her, die sich um das Thema Hülsenfrüchte drehen.

In zwei Themengruppen wurden den Schülern am Donnerstag ausserdem die Themen «Biene und Honig» von Lorenz Huber und «Vom Korn zum Brot» von Anita Schneider nähergebracht. Mit Huber hatten die Schüler die Möglichkeit, beim Lehrbienenstand in Frümsen die Waben der Bienen und zwei verschiedene Bienenvölker anzuschauen. Sie konnten sogar Honig gewinnen und degustieren. Schneider erklärte, wie man verschiedenes Brot bäckt, Zopf flicht und andere Leckereien aus Korn herstellt. Ausserdem erklärte sie die verschiedenen Getreide- und Mehlsorten, die man in den Läden findet.

«Sehr motiviert und organisiert»

Hans Oppliger vom Landwirtschaftlichen Zentrum in Salez hat die Landwirtschaftswoche organisiert. Er zeigt sich begeistert von der diesjährigen FMS-Klasse: «Sie sind extrem gut organisiert, motiviert und setzen sich ein für die Sache.» Oppliger stand den Schülern mit Rat und Tat zur Seite und unterstützte sie bei ihren Gruppenarbeiten. Auch den Schülern gefiel die Woche. So sagten die meisten, dass sie viel Neues lernen konnten, das ihnen auch später einmal nützlich sein werde. Die behandelten Themen wären beispielsweise auch etwas für den späteren Unterricht der FMS-Schüler, die zu einem grossen Teil Lehrer werden möchten.

Ab heute Freitag, 1. Juli, 11 Uhr, findet im Foyer des Landwirtschaftlichen Zentrums die Sonderschau zum Thema Hülsenfrüchte statt, bei der die Arbeiten der Schüler ausgestellt werden, an denen sie diese Woche gearbeitet haben. Die Ausstellung und der Sortenschaugarten sind bis Ende August während der Bürozeiten öffentlich zugänglich.

Bei Anita Schneider lernen die Schülerinnen und Schüler, wie man einen Zopf flicht. (Bilder: Saskia Bühler)

Bei Anita Schneider lernen die Schülerinnen und Schüler, wie man einen Zopf flicht. (Bilder: Saskia Bühler)