Eine Tour durch Südamerika

Seit zehn Jahren steht die Dark-Wave-Band The Beauty of Gemina auf der Bühne. Zu sechs Studioalben und gegen 200 Konzerten kommen im Jahr 2017 weitere Höhepunkte hinzu – darunter ein Konzert in der Heimat.

Armando Bianco
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Wollen als The Beauty of Gemina in diesem Frühling auch auf der Tour in Südamerika das Publikum mit ihrem Sound überzeugen (von links): Andi Zuber, Michael Sele und Mac Vinzens (Bild: Roland Korner)

Wollen als The Beauty of Gemina in diesem Frühling auch auf der Tour in Südamerika das Publikum mit ihrem Sound überzeugen (von links): Andi Zuber, Michael Sele und Mac Vinzens (Bild: Roland Korner)

Armando Bianco

Das letzten Herbst veröffentlichte Werk «Minor Sun» ist das sechste Studioalbum von The Beauty of Gemina und läutete sozusagen eine neue Epoche ein. Hinter der Dark-Wave-Band um den begnadeten Bandleader Michael Sele, aufgewachsen in Trübbach und heute wohnhaft in Sargans, liegt ein Jahrzehnt voller Erfolge. In der Szene sowieso und auch darüber hinaus ist die Band heute eine gefeierte Formation mit Headliner-Qualitäten, ziert Titelseiten oder den Innenteil des ­Rolling-Stone-Magazins, taucht regelmässig in Chart-Ranglisten auf. Gegen 200 Konzerte haben die Band durch Europa geführt, die Musiker standen an Open Airs und in Hallen vor mehreren tausend Zuschauern, spielten am Montreux-Jazz-Festival, genossen aber auch stets den Reiz kleinerer Gigs vor einem der Band speziell zugeneigten Publikum.

Die Fanbase rund um den Globus pflegen

Die Auftritte in Europa werden dieses Jahr wohl etwas weniger zahlreich sein, dafür unternimmt The Beauty of Gemina erstmals eine Tour nach Südamerika. Geplant sind von Ende März bis ­Mitte April neun Gigs in Brasilien, Argentinien, Uruguay, Chile, Peru, Ecuador, Kolumbien und Mexico. Damit geht ein lang ­gehegter Wunsch der Band in Erfüllung, pflegt sie doch eine Fanbase auch ausserhalb Europas. Asien und Nordamerika sind weitere Erdteile, welche die Mannen um Michael Sele mittelfristig im Visier haben.

Doch zuvor stehen noch ­einige Gigs in der Schweiz auf der Konzertliste, darunter auch zwei Heimspiele – im Alten Kino Mels am 18. März und in der Grabenhalle in St. Gallen am 25. März. Beide Auftritte haben für die Band einen hohen Stellenwert, kann sie doch so allen Fans, Freunden und Unterstützern in der Heimat etwas zurückgeben. Bekanntlich tritt The Beauty of Gemina meistens «auswärts» auf, besonders in Deutschland ist man eine grosse Nummer in der Szene. Im Spätherbst zieht es die Band darum auch wieder ins nördliche Nachbarland. Bisher be­kannt sind Konzerte in München, Frankfurt, Hamburg und Bochum, weitere Termine werden folgen. Mit dem zum 10-Jahr-Jubiläum unlängst veröffentlichten Album «Minor Sun» erhielt die Band in Deutschland (und der Schweiz) überragende, ja teils entfesselt positive Kritiken.

Letzten Herbst standen die Ausnahmekönner beispielsweise in Paris, Athen, Wien oder Reading auf der Bühne. Neben dem hochwertigen Songwriting haben auch energiegeladene Live-Shows die Band zu einem festen Bestandteil der internationalen Wave-Szene wachsen lassen.

Grandioser Auftritt mit einer Live-DVD verewigt

Einer der grandiosen Auftritte wurde mit einer Live-DVD verewigt, und zwar das traditionelle Release-Konzert im Zürcher Club X-Tra. Dort trat The Beauty of Gemina letzten November mit einem imposanten Bühnenbild und einem speziellem Arrangement vor ausverkauften Rängen auf. Teil der Formation war auch der in Buchs aufgewachsene und heute in Paris wohnhafte Cellist Raphael J. Zweifel, der auch schon mit den Toten Hosen auf der Bühne gestanden hat, sowie der neu verpflichtete Live-Gitarrist Ariel Rossi.