Eine Reise durch die Musikgeschichte

Schaan Feste sollen gefeiert werden, wie sie fallen. Allen Grund zum Feiern hat dieses Jahr der Liechtensteinische Panflötenchor: Er darf auf 35 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken. Zelebriert wurde dieses Ereignis am vergangenen Freitag im SAL.

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Zahlreiche Panflötenspieler, ehemalige Mitglieder des Chors sowie interessierte Zuhörer wollten sich das aufwendig einstudierte Programm auf keinen Fall entgehen lassen. Den Auftakt bildete «Sloop John B» gefolgt von «Fly away little butterfly» von Giuseppe Solera.

Dass sich das Repertoire des Chors seit seiner Gründung im Jahre 1981 mit 16 Jugendlichen erheblich erweitert hat, liess sich bereits nach einigen Titeln unschwer erkennen. Das Konzert war ein bunter Strauss an unterschiedlichsten Musikstilrichtungen. Von bekannten Klassikern über Disco-Hits bis hin zu Schlagern waren jegliche Genres vertreten. Viele Proben, Geduld und Ausdauer sind jeweils nötig, um mit einer solch grossen Gruppe ein derart abwechslungsreiches und anspruchsvolles Konzert einzustudieren.

Bunte Welt der Musikrichtungen

Dass sich der intensive Zeitaufwand jedoch lohnt, konnte der Chor mit seinen weiteren Darbietungen von «E Vogel ohni Flügel» von Peter Reber sowie «Song of Love» von Felix Kölla ohne weiteres unter Beweis stellen. Dass den Musikern aber auch dynamische Kompositionen liegen, war mit «Dr Seppel» und «Old Fashioned Song» festzustellen. Sie wagten sich aber auch an eines der weltweit bekanntesten Kirchenlieder: «Amazing Grace» von John Newton und konnten damit ihr Publikum in Staunen versetzen. Unterstützt wurde der Panflötenchor von fünf Begleitmusikern.

Den absoluten Höhepunkt hoben sich die über 50 Mitwirkenden aber bis zum Schluss auf: Inspiriert vom alljährlichen Konzert der Wiener Philharmoniker wurde der Radetzky-Marsch vom Liechtensteinischen Panflötenchor uraufgeführt. «Für mich ist es bereits zur Tradition geworden, mir das an Neujahr stattfindende Konzert der Wiener Philharmoniker anzusehen. Als besonders beeindruckend empfand ich jeweils die Zugabe. Diese wollte ich unbedingt mit dem Chor aufführen», sagte Dirigent Robert Schumacher sichtlich stolz über die Leistung seiner Schützlinge.

Abschluss mit einer Standing Ovations

Durch ihn wurde der Verein vor 35 Jahren ins Leben gerufen und während dieser Zeit sichtlich geprägt. Ihm kam an diesem Abend besonderen Dank durch seine Mitglieder für seine langjährige Arbeit zu. Den Abschluss des offiziellen Programms bildete der Schlagerklassiker «Auf der Autobahn» von der Gruppe Alpenoberkrainer. Die Darbietung sorgte für sichtlich gute Stimmung. So dauerte es nicht lange, bis das gesamte Publikum klatschend den Takt angab und dies anschliessend mit tosendem Applaus und Standing Ovations endete. Das anspruchsvolle Konzert wurde mit der Zugabe «Je t'aime mon amour» abgeschlossen.

Was im Jahre 1981 im kleinen Rahmen seinen Anfang nahm, hat sich heute zu einem renommierten Verein weiterentwickelt, der es versteht, sein Publikum zu begeistern. (dat)