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Eine «Reform» mit kurzer Dauer

«Falschaussage», Ausgabe vom 19. September
Niklaus Stüdli Arvenweg 5, 9479 Buchs

In seiner Beurteilung zu meinem Leserbrief vom 16. September kommt ein aufmerksamer Leser zum Schluss, dass ich Falschaussagen und rechnerische Faktenverdrehung betreffend Rentenreform 2020 gemacht hätte.

Dem Leserbriefschreiber möchte ich dazu Folgendes sagen: Ich teile in meinen Aussagen lediglich die Überlegungen diverser angesehener Schweizer Ökonomen. In 20 Jahren wird sich weisen, wie diese Meinungen zu werten sind. Die Vorlage, wie sie uns jetzt präsentiert wird, stellt meines Erachtens keine langfristige Sicherung dar und wird uns schon in wenigen Jahren wieder beschäftigen. Sogar Eric Steinegger, Chefökonom im Staatssekretariat für Wirtschaft ist sehr skeptisch wegen dem mangelnden Reformwillen der Schweizer und so gibt er dieser «Reform» keinen Bestand von zehn Jahren.

Die Demografie, aber auch künftiges Wirtschaftswachstum, Zuwanderung u. a. m. sind grosse Unbekannte für die AHV. Die Rentenbeziehenden leben länger, als bei der Konzeption des Systems angenommen wurde. Die Summe der Rentenzahlungen nimmt rascher zu als der aus der Lohnsumme entstehende Zufluss an Geldmitteln. Grosse Zusatzfinanzierungen werden wahrscheinlich und ein moderat höheres Rentenalter für alle in Zukunft wohl unausweichlich werden. Unser Vorsorgewerk darf nicht alle paar Jahre den Launen der Politik ausgesetzt werden, sondern muss breiter , wie bereits in meinem Leserbrief vom 16. September angemerkt, mehr als nur auf Lohnsummen und Zuschüsse des Staates abgestützt werden.

Es gibt genügend Beispiele anderer Länder, von denen wir das Sinnvollste ihrer Vorsorgesysteme anschauen müssen. Die «Reform» bedeutet zum ersten Mal in der Geschichte der AHV eine Ungleichstellung unserer Gesellschaft in der Schweiz. Auch die 70 Franken für Neurentner, deren Verlust im BVG durch die Reduktion des Umwandlungssatzes anderweitig ausfinanziert wird, kann nicht das Ziel einer Reform sein. Niemand, nicht die Befürworter, weder Frau Ruth Dreifuss noch Herr Rudolf Strahm (beide SP) können oder konnten so etwas in der Arena-Diskussion begründen! Mein Fazit aus den unzähligen Informationen inklusive den AHV-Statistiken und Aussagen des Bundesamtes für Sozialversicherungen, welche ich persönlich über das Vorsorgethema AHV gesichtet habe, lautet: Nur wenn künftig alle Erwerbstätigen und alle Rentner gemeinsam die Sicherung unserer ersten Vorsorgesäule mit finanziellen Beiträgen mittragen und allenfalls mit Tabus, wie etwa moderate Erhöhung der Renteneintrittsalter in einigen Jahren brechen, könnten wir von langfristiger Sicherstellung der AHV sprechen. Zum jetzigen Reformvorschlag sage ich jedoch aus voller Überzeugung zweimal Nein.

Niklaus Stüdli Arvenweg 5, 9479 Buchs

Olma-Schuss geht nach hinten los

Gestern im W&O wurden als Sonderseite die 75 Olma-Botschafter vorgestellt. Vergeblich suchte ich nach einem Vertreter oder einer Vertreterin aus dem Werdenberg und dem Sarganserland. Werdenberg und Sarganserland «n’existe pas» könnte man dies interpretieren. Bei solchen Aktionen sollte man alle Regionen der Ostschweiz berücksichtigen. Sonst geht der Schuss nach hinten los. Das heisst, die vernachlässigten Regionen fühlen sich nicht in gleichem Masse mit der Olma verbunden.

Hansuli Künzler Sporgasse 6, 9472 Grabs

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