Eine Punktlandung beim Neubau

Die Markthallengenossenschaft Sargans-Werdenberg hat den Neubau der Markthalle Sargans im Rahmen des Kostenvoranschlags abgeschlossen. Die Auslastung im ersten vollen Betriebsjahr 2014 war sehr gut.

Leo Coray
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Wechsel im Markthallen-Vorstand: Präsident Martin Willi, der Demissionär Alfred Preisig und das neue Vorstandsmitglied Philipp Bernegger (von links). (Bild: Leo Coray)

Wechsel im Markthallen-Vorstand: Präsident Martin Willi, der Demissionär Alfred Preisig und das neue Vorstandsmitglied Philipp Bernegger (von links). (Bild: Leo Coray)

SARGANS. «Es war eine Punktlandung», kommentierte Präsident Martin Willi das Ergebnis der Bauabrechnung für den Neubau der Markthalle in Sargans. Wie er am Montag an der Generalversammlung der Markthallengenossenschaft Sargans-Werdenberg in der Kantine der Markthalle vor 100 Mitgliedern und Gästen sagte, wurde der Kostenvoranschlag von 4,54 Mio. Franken um nur 47 000 Franken oder 1 Prozent überschritten. Hauptgrund waren 250 000 Franken höhere Baukosten. Sie fielen vor allem deshalb an, weil die Betonbodenplatte der Halle, die nach dem Brand am 17. März 2011 an sich intakt war und deshalb von der Gebäudeversicherung nicht entschädigt wurde, entgegen der ursprünglichen Planung neu erstellt werden musste.

Halle gut gebucht

Mit dem ersten vollen Betriebsjahr nach dem Neubau war Martin Willi sehr zufrieden. Insgesamt fanden 67 zum Teil mehrtägige Veranstaltungen statt, nämlich 34 landwirtschaftliche Anlässe, davon 26 Schlachtviehmärkte, und 27 kommerzielle von Privaten. An den Schlachtviehmärkten wurden 1890 Tiere aufgeführt. Das waren 190 Tiere mehr als 2013, als die Märkte in einem Zeltprovisorium stattfanden, und gleich viele wie vor dem Brand im Jahr 2010. «Die Viehzüchter schätzen die gute Infrastruktur», begründete der Präsident die steigende Beliebtheit der Markthalle. Wie er weiter sagte, können Anmeldungen und Reservationen direkt im Internet vorgenommen werden.

Gemäss der von Christian Litscher (Sevelen) präsentierten Erfolgsrechnung 2014 wurde ein Betriebsertrag von 270 000 Franken erzielt, davon 58 000 Franken Ertrag aus landwirtschaftlichen und 67 000 Franken aus kommerziellen Anlässen. Das Betriebsergebnis betrug 131 000 Franken und der Jahresgewinn 2600 Franken. Ebenfalls 53 000 Franken betrug die Amortisation von Hypotheken und Darlehen, die noch 1,76 Mio. Franken betragen. Das Anteilscheinkapital der knapp 1000 Genossenschafter stieg um 68 500 Franken auf 1,07 Mio. Franken.

Neues Vorstandsmitglied

Weil Vorstandsmitglied Alfred Preisig (Frümsen) nach elf Jahren demissionierte, wurde eine Nachwahl nötig. Neu für den Rest der Amtsdauer 2012 bis 2016 wurde Philipp Bernegger (Sax) in den elfköpfigen Vorstand gewählt. Weiter kündigte Martin Willi an, nach acht Jahren als Präsident an der Generalversammlung 2016 zurücktreten zu wollen. «Es ist Zeit, dass frischer Wind in den Vorstand kommt», sagte er.

Wie Vizepräsident Gerald Scherrer (Gams) berichtete, werden in diesem Jahr zwei Vieh-Auktionen organisiert. Die erste ist am 4. September, die zweite zusammen mit dem Stierenmarkt am 1. Dezember. Weiter machte er auf die 7. Regionalschau mit Unterhaltungsprogramm vom nächsten Samstag aufmerksam. Präsident Willi teilte abschliessend mit, dass die von den St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerken erstellte Photovoltaikanlage auf dem Markthallendach gut arbeitet: «Sie liefert mehr Strom als berechnet.»

Viele Tiere, viele Käufer

Eugen Schläpfer (Wolfhalden), Präsident der Nutz- und Schlachtviehgenossenschaft St. Gallen-Appenzell, gratulierte den Genossenschaftern zur neuen Markthalle, «um die ihr überall beneidet werdet». Mit den gestiegenen Auffuhrzahlen an den Schlachtviehmärkten im letzten Jahr zeigte er sich sehr zufrieden; auch das Jahr 2015 sei gut angelaufen. «Je mehr Tiere aufgeführt werden, desto mehr Käufer kommen und desto höhere Preise werden erzielt», gab er den Viehzüchtern zu bedenken.

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