Eine Miss mit einem Torinstinkt

Die neue Miss Ostschweiz heisst Alessandra Fontanive. Die schönste Ostschweizerin ist 19 Jahre alt, lebt in Rorschacherberg, spielt im Damen-Fussballteam des FC Rheineck und hat ein Herz für Spitalkinder.

Michael Hug
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Alessandra Fontanive geniesst den Augenblick der Krönung. (Bild: Benjamin Manser)

Alessandra Fontanive geniesst den Augenblick der Krönung. (Bild: Benjamin Manser)

ST. GALLEN. Die neue Miss Ostschweiz ist eine Fussballerin. 15mal hat sie in der letzten Saison für den FC Rheineck getroffen. Alessandra Fontanive konnte auch am Samstagabend das Spiel für sich entscheiden. Ganz so kämpferisch ging es an der Wahl zur 29. Miss Ostschweiz im Kongresssaal des Hotel Einstein allerdings nicht zu und her. Gleich sechs Schiedsrichter waren vor Ort – darunter lokale Model- und Missen-Prominenz wie Paloma Würth und Michelle Schmid, die Ostschweizer Miss des vergangenen Jahres.

«Ich bin mega stolz»

Die neue Miss Ostschweiz ist 19 Jahre alt, lernt Kauffrau, lebt in Rorschacherberg und ist glücklich verliebt. Sie freue sich sehr auf das Amtsjahr, sagte die überraschte Alessandra Fontanive nach der Wahl. Noch überraschter als die frischgewählte Miss zeigte sich Mutter Sabrina Fontanive: «Ich bin mega stolz! Als Alessandra unter die letzten sechs kam, habe ich begonnen, daran zu glauben, dass sie gewinnt.» Mit überschäumender Freude reagierte Alessandra Fontanives Fussballteam: «Sie ist so eine gute Spielerin und so eine gute Kameradin, wir mögen es ihr alle so gönnen!» Das vollzählig angetretene Frauenteam des FC Rheineck trieb ihre Mittelstürmerin lautstark zum Sieg.

Ein Casting und drei Recalls

Die neun Kandidatinnen hatten ein mehrwöchiges Auswahlverfahren zu durchlaufen. Erst nach einem Casting und drei Recalls kamen sie in die Auswahl der letzten neun. Während des fast zweieinhalbstündigen Wahlprozederes am Samstagabend mussten sie sich dreimal auf dem Laufsteg präsentieren: im Abendkleid, im Bikini und in Strassenkleidung. Danach waren kritische Fragen zu beantworten. Eine davon lautete: «Was können Sie als Miss Ostschweiz zum Männerabend eines Möbelhauses mit 150 Männern beitragen?» Alessandra Fontanive überzeugte die Jury als «Gesamtpaket» und passte nach Meinung der Sponsoren, die in der Jury mit zwei Personen vertreten war, am besten in deren Werbestrategie. Dazu gehört, dass die Kauffrau nebst Ausstrahlung und perfekten Proportionen auch eine gemeinnützige Vision hat. Zur Frage, was sie als Miss Ostschweiz unternehmen würde, sagte Alessandra Fontanive: «Ich möchte die Theodorastiftung unterstützen. Das ist eine Institution, die Clowns und Komiker in Kinderspitäler schickt. Es ist nicht schön, was Kinder im Spital erleben.»

Ausrutscher des Abends

Vize-Miss-Ostschweiz wurde Federica Grisendi aus Neu St. Johann. Sabrina Erni aus Weinfelden sicherte sich den Titel Miss Friendship 2015. Einen Überraschungsauftritt hatte die Sängerin Xiomara Crystal. Die Portugal-Schweizerin lebt in London, arbeitet als Sängerin, Tänzerin und Model. Hierzulande ist sie unbekannt, obwohl sie in St. Gallen aufgewachsen ist. Für den Ausrutscher des Abends sorgte Moderatorin Miriam Rickli. Sie bemerkte zur Siegerin: «Ich dachte eigentlich, Fussballerinnen brauchen eine Männerpostur.»

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