Eine Investition in die Zukunft

Alte Handwerkerkunst und modernste Energieversorgung mittels Photovoltaik-in-Dach-Lösung, kombiniert mit einer Stromspeicher-Pilotanlage sind gut vereinbar. Dies zeigt der Erneuerungsbau der Familie Oppliger in Frümsen.

Heidy Beyeler
Drucken
Teilen
Spalierbäume und rankende Reben haben dank der Sorgfalt der Bauhandwerker rund ums Haus – zur Freude von Barbara und Hans Oppliger – überlebt und das unauffällige Dach spendet Energie. (Bild: Heidy Beyeler)

Spalierbäume und rankende Reben haben dank der Sorgfalt der Bauhandwerker rund ums Haus – zur Freude von Barbara und Hans Oppliger – überlebt und das unauffällige Dach spendet Energie. (Bild: Heidy Beyeler)

FRÜMSEN. Anstelle des alten Holzhauses entstand ein neues Riegelbau-Generationenhaus. Für die Bauherrschaft, die in Frümsen verwurzelt ist, stand ausser Frage, dass ihr neues Objekt mit Hilfe regionaler Gewerbebetriebe erstellt werden sollte. Unter der Leitung der Roduner Holzbau AG wurde innert eines halben Jahres das Wunschhaus erstellt – ausgestattet mit einer Photovoltaik-in-Dach-Lösung, kombiniert mit einer Stromspeicher-Pilotanlage, die sogar Starkstrom liefert und eine Wärmepumpe in Betrieb hält.

Herausforderung für alle

Mit dem Wissen alter Holzbauweise vereint mit den Kenntnissen neuster Holzbautechniken stand Albert Fässler, Bauleiter Roduner Holzbau, der Bauherrschaft mit Rat und Tat zur Seite.

«Mit allen Handwerkern der regionalen Betriebe hatten wir ein gutes Einvernehmen und so konnte das Haus in kurzer Zeit fertiggestellt werden», sagt Barbara Oppliger zufrieden. Auf die Grundmauern des ehemaligen Hauses wurde ein sogenanntes Modul-Wohnhaus in Riegelbauweise aufgebaut, das in Bezug auf die Raumverteilung – je nach Generationenfolge – flexibel konzipiert wurde, so dass die Räumlichkeiten den Bedürfnissen der Bewohner entsprechend kombiniert und genutzt werden können.

Als Barbara und Hans Oppliger sich mit dem Gedanken befassten, ihr Haus an der Spengelgass in Frümsen zu sanieren, stand noch nicht fest, dass daraus – ausser den Grundmauern (Kellergeschoss) – ein komplett neues Haus entstehen würde. Klar war aber für Oppligers: «Investiert soll in die Zukunft – mit erneuerbarer Energie.»

Anlage der neuesten Generation

«Die Bauherrschaft hat sich für die neuste Generation einer Stromspeicheranlage entschieden, die auch 380-Volt-Strom mittels Akku-Elementen für einen Tagesbedarfs speichern kann. Diese neuste Technik der Solarstromproduktion erlaubt es den Hausbesitzern, ihre Energieversorgung maximal auszunützen», erklärt Peter Schibli vom Gamser Unternehmen Heizplan. Es sei die erste Anlage dieser Generation, die seine Firma nun als Pilotprojekt habe installieren dürfen.

Die 70 Quadratmeter Solarpanels produzieren pro Jahr 11 000 kWh. Zwei Drittel davon werden für den Eigenbedarf gebraucht und ein Drittel kann in Zukunft für die Mobilität eingesetzt werden. Das Kraftpaket – bestehend aus Einzelbatterien, die zu einem Gesamtsystem in einem Schrank verschaltet sind – konnte im Technikraum gut untergebracht werden.

«Mit einer Speicherkapazität von 11,6 Kilowattstunden (kWh) kann das System ausreichend Strom speichern, um den durchschnittlichen Energiebedarf einer vierköpfigen Familie vom Sonnenuntergang bis zum nächsten Sonnenaufgang zu decken.

Eigenstrom rund um die Uhr

Mit dieser Kombination kann der Eigenstromanteil auch mit einer Wärmepumpe auf ein Maximum erhöht werden», sagt Schibli begeistert ob der Technik. Es gebe jetzt schon Kunden, die ihre bestehende Solaranlage mit dem neuen Batteriesystem nachrüsten wollen.

Zur Frage, welches System – In-Dach- oder Auf-Dach-Anlage – meinte der Fachmann Peter Schibli: «Von der Leistung her gibt es keine Unterschiede. Bei einem Neubau oder falls das Dach eines bestehenden Hauses ersetzt werden muss, würde ich allein schon der Ästhetik wegen eine In-Dach-Anlage wählen, auch deswegen weil in diesem Fall die Abdeckung des Daches wegfällt.» Sonst sieht er keine wesentlichen Unterschiede zwischen den beiden Varianten.

Am kommenden Samstag, 12. April, laden Barbara und Hans Oppliger von 11.30 bis 17 Uhr Interessierte zur Besichtigung des Erneuerungsbaus in Frümsen ein. Vertreter der ausführenden Firmen stehen bei Fragen den Besuchern gerne Red und Antwort.

Aktuelle Nachrichten