Eine Investition in die Zukunft

«Keine weiteren Steuergelder», Ausgabe vom 22. November

Michael Eberli, Räfiserhalde 35, 9470 Buchs, Präsident Fdp Buchs & Vorstandsmitglied Marketing Buchs
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Laut Voranschlag 2018 der Stadt Buchs soll das Budget fürs Marketing von 100 000 auf 250 000 Franken erhöht werden. Dies wurde seitens FDP und weiteren Parteien so angeregt – insbesondere, um mit den zusätzlichen Mitteln Aktivitäten zur Attraktivitätssteigerung des Zentrums zu unterstützen. In einem Leserbrief äusserte sich der Vorstand der CVP ablehnend gegenüber diesem Vorhaben. Unter anderem schreibt er, dass zukünftig wegen des Onlinebooms ohnehin noch mehr traditionelle Fachgeschäfte zugehen oder wegziehen werden. Also abwarten und Tee trinken?

Natürlich sind in erster Linie gute Rahmenbedingungen notwendig, damit sich neue Geschäfte in Buchs ansiedeln und etablierte in Buchs bleiben: z. B. eine schöne Einkaufsstrasse, ein guter Branchenmix, Parkplätze, zahlbare Mieten, eine hohe Besucherfrequenz. Nicht überall kann sich die Stadt gleich gut einbringen. Eine schöne Bahnhofstrasse haben wir inzwischen, bei den Mieten und beim Branchenmix hat die Stadt kaum Einfluss. Aber bei der Besucherfrequenz besteht ein grosses Handlungspotenzial. Die Herausforderungen sind immens – gerade weil der Onlinehandel auch weiterhin massiv zulegen wird. Und dies natürlich auf Kosten des lokalen Detailhandels. Studien halten eine weitere Verschiebung von über 20 Prozent bis im Jahr 2020 für realistisch. Hier müssen und können wir aktiv Gegensteuer geben.

Anders als für kleinere Ortschaften ist der Kampf für Buchs nicht aussichtslos: auch zukünftig besteht ein grosses Potenzial für Zentrumsgebiete welche ein Erlebnis bieten, ein schönes Ambiente vorweisen können und wo etwas los ist. Schwieriger wird’s gemäss Studien für kleinere Ortschaften und für Einkaufszentren auf der grünen Wiese. Buchs hat also dieses Potenzial, ist aber keineswegs auf Kurs: die Besucherfrequenz ist tief und ebenso die Umsätze in den meisten Geschäften. Wir brauchen mehr Programm, mehr Events, müssen im Sommer die Strasse mehr mit einbeziehen. Eine betreute Kinderecke, Konzerte, Streetfood, eine Modeschau, mehr Märkte und vielleicht auch mal ein Sportanlass oder eine Ausstellung, um nur ein paar Möglichkeiten zu nennen. Dass es hierzu auch Beiträge seitens Stadt benötigt, liegt auf der Hand. Das aktuelle Budget von ungefähr 100 000 Franken ist im Vergleich zu anderen Städten rekordverdächtig klein. Mit diesem Geld werden unter anderem viele Anlässe unterstützt, welche ohne diese Beiträge nicht funktionieren würden und die unbestreitbar eine Bereicherung für Buchs darstellen wie zum Beispiel Buchserfest, Frühlingsmarkt, Buchs für Kids, Vespatreff, Chlausmarkt, Eislaufen, aber auch die Wiga oder der SlowUp werden unterstützt. Andere Städte lassen sich übrigens bereits ihr Stadtfest mehr kosten.

Auch mit den beantragten 250 000 Franken ist es nicht getan: es braucht auch das volle Engagement aller Beteiligten, aller Betriebe und der Gastronomie, um Buchs wieder zu einem wirklich attraktiven Einkaufsziel zu machen. Wenn wir künftig mehr tun wollen für ein attraktives Zentrum, und somit mehr Besucher anziehen wollen, so kostet dies zuerst mal für alle Beteiligten auch mehr Geld. Aber dies ist gut angelegtes Geld: ein totes Zentrum wäre verheerend für Buchs.

Michael Eberli, Räfiserhalde 35, 9470 Buchs, Präsident FDP Buchs & Vorstandsmitglied Marketing Buchs

Unliebsame Konkurrenz

In diesen Tagen werden wir unterschiedlich auf die bevorstehende Adventszeit hingeleitet. In Wartau reagiert man aber doch eher überrascht auf Hinweise zu Veranstaltungen zum 1. Advent.

Nachdem der ökumenische Kirchenchor Wartau doch standesgemäss auf sein traditionelles Adventskonzert hinweist (1. Advent, 17.00, katholische Kirche), ist es der Musikgesellschaft gelungen, gleichentags und gleichzeitig zu einem Weihnachtskonzert nach Azmoos einzuladen. Die Daten wurden vor einem Jahr von den Veranstaltern abgesprochen. Erstaunlicherweise hat das Management der Musikgesellschaft diese Abmachung ignoriert.

Der ökumenische Kirchenchor bedauert diese Situation. Natürlich wünschen wir für die Zukunft verbindliche Berücksichtigung für die festgelegten Daten.

Für den ökumenischen Kirchenchor Wartau: Bruno Willi