Eine gelungene Uraufführung mit altbekannten Liedern

GRABS. Die Konzertbesucher in der evangelischen Kirche erlebten am Samstag eine geballte Wucht an Gesangsvorträgen. Die vier Grabserchöre boten ein einzigartig vielfältiges Konzert, das unterschiedliche Stimmungen verbreitete.

Heidy Beyeler
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Die vier Chöre boten ein abwechslungsreiches Konzert. (Bild: Heidy Beyeler)

Die vier Chöre boten ein abwechslungsreiches Konzert. (Bild: Heidy Beyeler)

GRABS. Die Konzertbesucher in der evangelischen Kirche erlebten am Samstag eine geballte Wucht an Gesangsvorträgen. Die vier Grabserchöre boten ein einzigartig vielfältiges Konzert, das unterschiedliche Stimmungen verbreitete.

Neues und Bekanntes

Zur Einstimmung motivierte Marianne Scheuss mit Hackbrettklängen die Zuhörenden, die Ohren zu spitzen, bevor der Männerchor Grabs auf die Bühne trat. Das Hackbrett war in Form von Zwischenspielen auch später noch zu hören. Ein spezielles Klangerlebnis bot Marianne Scheuss mit dem russischen Volkslied «Kalinka».

Zum Auftakt sangen die Männer unter der Leitung von Anni Forrer «Singt ein Willkommen». Es folgte ein Spiritual, und mit dem dritten Lied «Der Weg zurück nach Haus» bereiteten sie wohl das Publikum auf den Heimweg vor.

Vielgestaltige Vorträge

Besinnlich und passend zur Kirche trug der Kirchenchor Grabs seine ausgewählten Lieder vor. Mit «Alta Trinità beata» – ein Lied aus dem 16. Jahrhundert – begab sich der Kirchenchor in italienische Gefilde. «Abba, Vater deine Lieb» widmete sich – wie im Titel erkennbar – den Vätern.

Danach wurde es echt urig mit dem Jodlerclub Bergfinkli. Dabei kamen die beiden Naturjodel in der stattlichen Kirche akustisch in besonderem Masse zur Geltung. Beim Lied «Wenn d'Schwälbeli in Süde ziehn» breitete sich da und dort ein Hauch von Sehnsucht aus.

Der Gemischt-Chor Grabs und Umgebung – anzahlmässig der stärkste der vier Chöre – ermunterte mit dem Lied «Jeder Tag ein Sonnentag», und dann kam die grosse Überraschung. Chorleiterin Anni Forrer arrangierte zehn altbekannte Schweizer Volkslieder in ungewöhnlicher Art, indem sie diese gekonnt zu einem einzigen Stück verschmelzen liess.

Fulminanter Abschluss

Es war eine wahre Reise durch die Schweiz. Dabei kamen auch alle vier Landessprachen zum Zug. Beeindruckend waren die nahtlosen Übergänge, die harmonisch, ohne zu «stolpern», vonstatten gingen.

Das Schlusslied wird den Konzertbesuchern noch lange in Erinnerung bleiben. Alle Mitglieder der vier Chöre drängten auf die Bühne. Dicht an dicht standen die unzähligen Sänger und Sängerinnen auf der abgestuften Bühne und verabschiedeten sich mit dem bekannten Lied «Ein schöner Tag».

So vielfältig das Konzert war, so einheitlich boten die vier Chöre ihren Abschluss. Danach feierten sie zusammen mit den Konzertbesuchern diesen Konzertabend im Kirchbünt, wo selbstverständlich noch weiter gesungen wurde.