Eine Gedenktafel für den Gründer der Säntisbahn

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Schwägalp Vor 70 Jahren, genauer am 13. Oktober, verstarb der Gründer der Säntis-Schwebebahn Dr. jur. Carl Meyer aus ­Herisau. Viele gut gelaunte Touristen geniessen auch dieses Jahr die schönen Herbsttage auf der Schwägalp. Nur wenige beachten dabei die vor dem Eingang zum Erlebnis Säntis am grössten Findling platzierte Gedenktafel, heisst es in einer Medienmitteilung des Unternehmens.

Die bahntechnische Erschlies­sung des 2500 Meter hohen Säntisgipfels bewegte schon vor weit über hundert Jahren die Ostschweiz. 1873 in St. Gallen geboren, besuchte Carl Meyer die Kantonsschule in Trogen und studierte anschliessend Jurisprudenz. 1933 begann sich Meyers Vision zu konkretisieren, erteilte doch das Eidgenössische Eisenbahndepartement der geplanten Säntisbahn die Konzession. Unermüdlich und erfolgreich setzte sich Meyer für die Finanzierung der Bahn und der notwendigen Zufahrtsstrasse ab Urnäsch ein. Die Ausführung beider Projekte sorgte in der damaligen Krisenzeit für hochwillkommene Beschäftigungs- und Verdienstmöglichkeiten. Bereits am 30. Juli 1935 erfolgte die amtliche Kollaudation der Bahn, die einen Tag später fahrplanmässig Passagiere auf den Gipfel zu befördern begann.

Mit seinen Mitstreitern durfte sich Meyer über die Realisierung seiner grossen Vision freuen, und bis zu seinem Tode präsidierte er den Verwaltungsrat der Säntis-Schwebebahn AG, wird in der aktuellen Medienmitteilung weiter betont. (mst.)