Eine durchmischte Frauenliste empfiehlt sich für den Nationalrat

FLUMS. Am Samstagvormittag präsentierten sich in Flums elf Frauen aus sechs Parteien, die gerne den Weg nach Bern antreten möchten. Es ist nicht die Parteipolitik, für die sie sich stark machen – es ist die Sachpolitik, für die sie einstehen wollen.

Heidy Beyeler
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Die Frauen geben sich kämpferisch: Elf Nationalratskandidatinnen präsentieren sich mit Hilfe des Politischen Frauennetzwerkes Sarganserland pfs politisch interessierten Bürgerinnen. (Bild: Heidy Beyeler)

Die Frauen geben sich kämpferisch: Elf Nationalratskandidatinnen präsentieren sich mit Hilfe des Politischen Frauennetzwerkes Sarganserland pfs politisch interessierten Bürgerinnen. (Bild: Heidy Beyeler)

FLUMS. Am Samstagvormittag präsentierten sich in Flums elf Frauen aus sechs Parteien, die gerne den Weg nach Bern antreten möchten. Es ist nicht die Parteipolitik, für die sie sich stark machen – es ist die Sachpolitik, für die sie einstehen wollen.

Das politische Frauennetzwerk Sarganserland pfs lud zu einen Brunch ein, an dem alle Kantonsratskandidatinnen des Kantons St. Gallen Gelegenheit hatten, sich und ihre politische Motivation vorzustellen. Gekommen sind elf engagierte Frauen aus fünf Parteien: drei Grüne, drei FDP, zwei GLP und je eine SP, CVP und Umweltfreisinnige.

Sachlich und erfrischend

Die Argumente der Kandidatinnen, die zum Teil recht unterschiedlich strukturierten Parteien angehören, waren erfrischend und weckten – mit Blick in die Zukunft – Zuversicht. Von Seiten der anwesenden Kandidatinnen gab es keine parteipolitischen Parolen. Aufgrund ihrer beruflichen und sozialen Erfahrungen war klar zu spüren, bei welchen Themen sich vor allem die Frauen für das Gemeinwohl der Bevölkerung engagieren wollen.

So wunderte es denn auch nicht, dass am Schluss der Veranstaltung der Eindruck haften blieb, dass mehr Frauen ins Parlament gewählt gehören. Die elf anwesenden Nationalratskandidatinnen aus dem Kanton St. Gallen sprachen sich mehrheitlich für Themen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Gesundheit und Alter sowie für erneuerbare Energie, Gleichberechtigung, Bildung und Asylpolitik aus. Grossmehrheitlich haben die Kandidatinnen bereits ein und mehr politische Ämter inne und wollen den Weg nach Bern – als Vertreterinnen des Kantons St. Gallen und dessen Bürgerinnen und Bürgern – wagen.

Fünf Minuten für Werbespot

Effizient, gut strukturiert und ohne Bevorzugung moderierte Edith Kohler, Vorstandsmitglied pfs, Pfäfers, auf charmante Art den Teil der persönlichen Vorstellung jeder einzelnen Kandidatin. Obwohl alle weiblichen Nationalratskandidatinnen aus dem Kanton St. Gallen zu diesem Anlass in Flums eingeladen wurden, waren es schliesslich nur gerade elf Frauen, die den Weg ins Sarganserland fanden. Edith Kohler bedauert, dass sich für die bevorstehenden Wahlen weniger Nationalratskandidatinnen zur Wahl stellen als vor vier Jahren. «Gesamtschweizerisch sind es 32 Prozent Frauen, das ist weniger als vor vier Jahren. Im Sarganserland sind gar lediglich drei ganz mutige Frauen auf den Listen zu finden.»

Aus den acht Wahlkreisen des Kantons St. Gallen präsentierte sich interessanterweise keine Kandidatin aus dem Sarganserland, dafür eine aus dem Werdenberg.

Mit dabei waren: aus dem Wahlkreis Wil Yvonne Gilli (Grüne), Nationalrätin, Wil und Martha Storchenegger, (CVP), Kantonsrätin, Jonschwil; aus dem Werdenberg Julia Wolfer (Grüne), Sax; aus dem Rheintal Katharina Linsi (SP), Stadträtin, Rheineck; aus dem See-Gaster Elisabeth Brunner Müller (FDP), Gemeinderätin Schmerikon, und Silvia Kündig (Grüne), Kantonsrätin, Rapperswil-Jona; aus dem Toggenburg Imelda Stadler (FDP), Gemeindepräsidentin und Kantonsrätin, Lütisburg; aus dem Wahlkreis Goldach Kathrin Metzler (FDP), Gemeinderätin Goldach, aus dem Wahlkreis St. Gallen Jacqueline Gasser-Beck und Sonja Lüthi, Mitglied im Stadtparlament und Kantonsrätin (beide GLP), sowie Elisabeth Zwicky Mosimann (Umweltfreisinnige), Mitglied des Stadtparlaments St. Gallen.