Eine Alternative in der Hinterhand

Die lang anhaltende Hitze und Trockenheit könnten den Organisatoren – und natürlich auch den Liechtensteinern und Werdenbergern – noch einen Strich durch die Feuerwerks-Rechnung machen.

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Die lang anhaltende Hitze und Trockenheit könnten den Organisatoren – und natürlich auch den Liechtensteinern und Werdenbergern – noch einen Strich durch die Feuerwerks-Rechnung machen. Zum zweiten Mal in der Geschichte Liechtensteins könnte es passieren, dass das Feuerwerk nicht gezündet werden darf.

«Ein riesiger Wermutstropfen»

Das wäre nicht nur für viele Liechtensteiner eine Katastrophe. «Für uns wäre es schrecklich, wenn wir den Himmel über Liechtenstein nicht zum Leuchten bringen dürften. Sicherheit geht vor, keine Frage – aber ein riesiger Wermutstropfen wäre dabei», so Lukasser. Ein Feuerwerk dieser Art sei für jeden Mitarbeiter wie ein «Gesellenstück». Dieses nicht fertig «abliefern» zu dürfen, sei herzzerreissend. Dass es auch einen grossen finanziellen Verlust bedeute, sei klar.

Fakt ist: Das Feuerwerk liesse sich in einem solchen Fall nicht einfach lagern oder für andere Zwecke verwenden. Sämtliche Bomben, die sich zum Beispiel von Blau in Rot beziehungsweise umgekehrt verwandeln, sind ja ausnahmslos für Liechtenstein hergestellt. «Alle Spezialeffekte von den besten Manufakturen wurden in Handarbeit nach meinen Designs speziell produziert», so Lukasser. «Da wir zumeist auf sehr zielgerichteten Events beziehungsweise Grossveranstaltungen mit Themen auftreten, wäre es nicht ratsam, die Farben des Fürstentums zu zünden», zeigt er die Problematik auf.

«Alternativen «im Köcher»

Zudem müsse man sich die edlen Effekte und Farben eines Feuerwerks wie ein frisches Baguette vorstellen. «Genial ist es nur <frisch aus dem Ofen> beziehungsweise eine gewisse Zeit danach.» Die handgefertigten Produkte, die nicht maschinell hergestellt würden, seien sehr empfindlich. Natürlich könne man heutzutage vieles lagern, doch es sei immer eine Frage des Qualitätsanspruches, den man an eine Ware und an sich selbst habe. «Und unser Qualitätsanspruch ist sehr hoch.»

Was geschieht, wenn das Feuerwerk aus sicherheitstechnischen Gründen wirklich abgesagt werden müsste, liegt anschliessend bei Liechtenstein Marketing. Alternativen zum Feuerwerk habe man «im Köcher», verrät er. Allerdings hat sich die Lage durch die Regenfälle der letzten Tage wesentlich entschärft. (dv)