Ein Wahrzeichen in frischen Farben

Die Sanierung des Buchser Kirchturms ist abgeschlossen. In der vergangenen Woche wurden die letzten Gerüstelemente demontiert. Die Instandsetzung der Betonfassade war aufwendig, jedoch nötig. Das Bauwerk lässt sich wieder sehen.

Hansruedi Rohrer
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Der Turm der evangelischen Kirche erstrahlt in neuer Frische und Farbe. (Bilder: Hansruedi Rohrer)

Der Turm der evangelischen Kirche erstrahlt in neuer Frische und Farbe. (Bilder: Hansruedi Rohrer)

BUCHS. Der Turm der evangelischen Kirche wurde im Jahr 1931 gebaut. Er gilt als erster in dieser Form erstellte Betonbau. Wohl wurden 1975 mit dem Wiederaufbau der Spitzkonstruktion (sie wurde damals durch Föhnsturm zerstört) auch Schäden an der Turmfassade repariert, doch zeigten sich heute gröbere, schadhafte Stellen mit Betonabplatzungen.

Zu Beginn der Renovationsarbeiten Mitte August dieses Jahres wurde die alte Farbe mittels Sandstrahlen entfernt. Danach konnten zahlreiche Schadstellen freigelegt werden. Das Hauptproblem bestand in der mangelhaften Eisenüberdeckung.

Schadstellen wurden geflickt

Diese Betoneisen mussten entrostet und die schadhaften Stellen reprofiliert werden, das heisst, die Löcher flickte man mit Mörtel. Anschliessend erfolgte auf der ganzen Fläche des Turms eine Quarzspachtelung als Feuchtigkeitsschutz. Der nächste Schritt war einer Imprägnierung vorbehalten, ehe der Turm zwei Oberflächenbeschichtungen, sprich zwei Farbanstriche erhielt. Nämlich der erste senkrecht und der zweite waagrecht. Dank letzterem sind nun auch wieder die Betonstrukturen sichtbar.

Weil der Turm nach fast 40 Jahren wiederum bis zuoberst eingerüstet war, konnte die Gelegenheit genutzt werden, auch die grossen Zeiger und die Zifferblätter zu restaurieren. Diese seien nämlich in bedenklichem Zustand gewesen, sagte Bauchef Kurt Stumpf. «Diese Teile mussten in der Werkstatt der Firma Rüetschi in Aarau repariert, zum Teil neu gebaut und auch neu vergoldet werden.»

Zifferblätter erhielten Anstrich

Es erhielten aber auch alle vier Zifferblätter einen Anstrich: das rote Zentrum und der schwarze Ring wurden neu gemalt. Ausserdem mussten die Jalousien-Trägerbalken der vier grossen Öffnungen ersetzt werden (weil faul), und die Geländer sowie die kleinen Turmfenster zuoberst bekamen ebenfalls eine neue Farbe. Das Uhrwerk selber war in Ordnung, dieses erhält ja regelmässig eine Wartung.

Bis auf zwei Wochen habe der Termin eingehalten werden können, sagte Kurt Stumpf. Wegen starkem Föhn mussten die Arbeiten zeitweise eingestellt werden. Gerüstverankerungen hatten sich infolge des Sturms gelöst, und die Plastikverkleidung am Turm wurde zum Teil niedergefegt. Dies alles musste jeweils ebenfalls wieder instand gestellt werden.

Nun steht der weitherum sichtbare grosse Turm der evangelischen Kirchgemeinde Buchs wieder wie neu da: in sattem Rot, Schwarz und Gold das Zifferblatt und die Uhrzeiger, dunkelrot die Jalousien an allen vier Seiten und in schönem Rosa der Betonbau selber.

Die letzten Gerüstteile wurden in der vergangenen Woche entfernt.

Die letzten Gerüstteile wurden in der vergangenen Woche entfernt.