Ein schwarzes Wochenende in den Bergen

WILDHAUS. Sieben tote Bergsteiger in drei Tagen, einer davon kam in Wildhaus ums Leben: Das ist die traurige Bilanz des Wanderwochenendes in der Schweiz. «Sieben Opfer sind sehr viel für nur ein Wochenende», sagt Peter Diener, Chef der Alpinen Rettung Wildhaus.

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WILDHAUS. Sieben tote Bergsteiger in drei Tagen, einer davon kam in Wildhaus ums Leben: Das ist die traurige Bilanz des Wanderwochenendes in der Schweiz. «Sieben Opfer sind sehr viel für nur ein Wochenende», sagt Peter Diener, Chef der Alpinen Rettung Wildhaus. Als mögliche Ursache sieht Diener die warmen Temperaturen: «Es war perfektes Wanderwetter. Und im Vergleich zum Rest des Jahres waren auch viele Menschen unterwegs, die nur sehr selten in den Bergen sind.»

Ein Mann nicht identifiziert

Allein im Wallis starben drei Alpinisten; am Freitag ein Deutscher am Weissmies und ein Einheimischer am Matterhorn. Einen Tag zuvor war ein 50-Jähriger am Täschhorn tot aufgefunden worden. Nach Polizeiangaben war der Mann nicht angeseilt. Im Berner Oberland wurde eine Leiche am Fusse des Gspaltenhorns in Lauterbrunnen entdeckt. Die Polizei konnte den Mann noch nicht identifizieren. Am Pilatus verlor ein Wanderer sein Leben, als er ausrutschte und eine 35 Meter hohe Felswand abstürzte. Ebenfalls ausgerutscht ist eine Frau am Dent de Lys. Sie verlor das Gleichgewicht und fiel 80 Meter in die Tiefe.

«Viele Menschen unterschätzen die Berge», sagt Diener. «Sie sind ungenügend vorbereitet und haben schlechtes Schuhwerk an.»

29-Jähriger stirbt in Wildhaus

Auch in der Ostschweiz kam es zu einem tödlichen Zwischenfall: Ein deutscher Bergsteiger stürzte beim Girenspitz in der Nähe der Zwinglihütte rund 300 Meter in die Tiefe. Die Rega konnte den Mann nur noch tot bergen. (tn) ? DIE DRITTE