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Ein Schwarmjahr bei den Bienen

Das Wetter in diesem Frühjahr begünstigte das Schwärmen bei den Bienen. Dies hat gewisse Vorteile, aber auch einige Nachteile für die Werdenberger Imker.
Katharina Rutz
In solchen Zellen ziehen die Bienen neue Königinnen heran, um danach zu schwärmen. (Bild: Urs Bucher (Gams, 3. Juli 2014))

In solchen Zellen ziehen die Bienen neue Königinnen heran, um danach zu schwärmen. (Bild: Urs Bucher (Gams, 3. Juli 2014))

Die Werdenberger Imker haben ein intensives Schwarmjahr hinter sich. «Der Verlauf war geradezu typisch», sagt Lorenz Huber aus Gams. Der Berufsimker und Bieneninspektor hält rund 100 Völker. «Die Bienen sind früh erwacht und der Frühling bot den Bienen gute Bedingungen, so dass sie stark wachsen konnten.» Doch die folgenden langen Schlechtwetterperioden verurteilten die stetig schlüpfenden Bienen zur Untätigkeit. Ausserdem wurde es langsam eng in den Bienenkästen. Darauf reagieren die fleissigen Bienen, indem sie Königinnen nachziehen und schwärmen. «An sich sind Schwärme ein Zeichen für vitale und gesunde Bienenvölker», sagt Lorenz Huber. Allerdings wirken sich Schwärme schlecht auf die Honigproduktion aus. «Wenn mit einem Schwarm das ganze <Personal> davonzieht, wer soll dann noch den Honig sammeln», erklärt Huber. Auch Hans Oppliger, Bienenexperte am Landwirtschaftlichen Zentrum Salez, bestätigt, dass es dieses Jahr «extrem viele Schwärme» gegeben habe.

Sauerbrut unter Kontrolle gehalten

Im Frühling hatten die Werdenberger Imker zudem mit der Sauerbrut zu kämpfen. «Es ist etwas enttäuschend, dass diese Brutkrankheit schon wieder bei uns ausgebrochen ist», sagt Lorenz Huber, der als Bieneninspektor Experte dafür ist. Allerdings handelte es sich um Einzelfälle mit nur ein bis zwei kranken Völkern pro Standort. «Die Imker haben die Krankheit ausnahmslos selber bemerkt und es konnte sehr früh reagiert werden», so Huber. Eine Weiterverbreitung wurde so verhindert. Die kranken Völker mussten vernichtet werden. Dort, wo die Symptome erst sehr schwach waren, wurden die Völker auf neue Waben gesetzt. Die Krankheit konnte auf diese Weise bis auf wenige Ausnahmen rasch eingedämmt werden. Taucht die Krankheit auf, wird um den betroffenen Bienenstand eine Sperre verhängt. Nur wenige der Sperren müssen nun über den Winter bestehen bleiben, da eine Nachkontrolle im März nötig ist.

Gute Aussichten für den Winter

Ausgezeichnet war der Herbst für die Bienen. Das Wetter war sowohl ideal, um die Bienen mit Zuckerwasser aufzufüttern, als auch für die Behandlung gegen die Varroamilbe. Diese Milbe kommt in allen Völkern vor und schwächt die Bienen, da sie verschiedene Krankheiten auf diese überträgt. Wird die Konzentration an Varroamilben in einem Volk zu hoch, bricht es zusammen. Deshalb behandeln Imker die Völker im Spätsommer beispielsweise mit Ameisensäure. Das konstante Wetter in dieser Zeit begünstigte die Wirkung. Die Imker erwarten deshalb heuer wenig Winterverluste.

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