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Ein offenes Ohr für die Patientinnen

Breast Care Nurses sind ein wichtiges Bindeglied bei der Brustkrebsbehandlung im Spital Grabs. Anlässlich des Brustkrebs-Monats Oktober stellen sie ihre Tätigkeit vor.
Die Breast Care Nurses Brigitte Wüst, Prisca Allemann und Rahel Weder (von links) betreuen die Patientinnen im Spital Grabs und im Spital Walenstadt. (Bild: Doris Lippuner/SR RWS)

Die Breast Care Nurses Brigitte Wüst, Prisca Allemann und Rahel Weder (von links) betreuen die Patientinnen im Spital Grabs und im Spital Walenstadt. (Bild: Doris Lippuner/SR RWS)

Wenn Frauen an Brustkrebs erkranken, steht ihnen in der Regel ein beschwerlicher Weg mit zahlreichen Untersuchungen, Behandlungen und Therapien bevor, durchgeführt von verschiedensten Ärzten und Therapeuten. Ein zentraler Fixpunkt in diesem für Aussenstehende unübersichtlichen «Behandlungs dschungel» sind die spezialisierten Pflegefachfrauen, die Breast Care Nurses, die die betroffenen Patientinnen während der ganzen Behandlung begleiten und sie beraten. In den Spitälern Grabs und Walenstadt sind dies Prisca Allemann, Rahel Weder und Brigitte Wüst, die anlässlich des Brustkrebs-Monats Oktober ihre Tätigkeit genauer vorstellen.

Die Breast Care Nurses in der Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland (SR RWS) arbeiten am Brustzentrumsstandort Grabs und dem Netzwerkpartner Spital Walenstadt. Die Abklärung und Therapie von gut- und bösartigen Erkrankungen der Brust erfolgt in Kooperation mit dem Brustzentrumsstandort am Kantonsspital St. Gallen.

Bei allen Schritten der Behandlung dabei

«Unsere Stärke ist dabei die interprofessionelle Zusammenarbeit mit Fachleuten aus allen medizinischen Disziplinen», erklärt Brigitte Wüst den Stellenwert der Breast Care Nurses. Seit 2012 ist das Brustzentrum zertifiziert. Mit Prisca Allemann gehört aber schon seit 2009 eine Breast Care Nurse fix zum Team in Grabs. «Unsere Patientinnen schätzen es sehr, dass sie in dieser belastenden Zeit vertraute Ansprechpartner haben und auch im Brustzentrum eine kontinuierliche Betreuung erfahren», betont PD Dr. Seraina Schmid, Leiterin des Brustzentrums in Grabs und Chefärztin Gynäkologie und Geburtshilfe SR RWS. «Einen wichtigen Stellenwert haben dabei die Breast Care Nurses, die als Nahtstelle zwischen den verschiedenen Professionen arbeiten.» Dabei handelt es sich um spezialisierte Pflegefachfrauen, die häufig aus der Onkologiepflege kommen und eine Zusatzausbildung als Breast Care Nurses abgeschlossen haben. Sie begleiten die Patientinnen von der Biopsie bis zum Abschluss der Behandlung. «Wir sind meistens bei allen Behandlungsschritten mit dabei, bei der Biopsie, beim Diagnosegespräch, nach der Operation, aber auch während der Therapie», beschreibt Prisca Allemann ihre Arbeit. Während die Ärzte vorwiegend über die medizinischen Fragestellungen aufklären, haben die Breast Care Nurses einen grösseren Spielraum. Sie sind zur Stelle, wenn das bereits Gehörte noch einmal erklärt werden soll, wenn Ängste bestehen oder wenn es um den Einbezug von Familienmitgliedern geht. «Wir haben ein offenes Ohr für die Sorgen unserer Patientinnen und sind deshalb eine wichtige Bezugsperson, zu der die Betroffenen Vertrauen aufbauen können», so Weder. Um die Patientinnen gut betreuen zu können, pflegen die Breast Care Nurses einen intensiven Kontakt zu den wichtigen Organisationen in der Region, wie beispielsweise der Krebshilfe Liechtenstein oder Krebsliga Ostschweiz. Auch Besuche bei Prothesen- oder Perückenherstellern gehören zu den Tätigkeiten.

Jährlich mehr als 100 neue Patientinnen

Das Konzept funktioniert, wie die Zahlen zeigen. Seit der erstmaligen Zertifizierung des Brustzentrums in Grabs im Jahr 2012 werden jährlich mehr als einhundert Patientinnen mit einer neuen Brustkrebsdiagnose betreut. Dies liegt vor allem an der Zufriedenheit der Patientinnen mit der Behandlung. «Wir bekommen viele positive Rückmeldungen», freut sich Allemann über den guten Ruf der Breast Care Nurses. Zum anderen ist auch die demographisch bedingte leichte Zunahme an Krebserkrankungen für die steigenden Zahlen verantwortlich, denn mit dem zunehmenden Alter steigt auch das Krebsrisiko. «Brustkrebs kann in jedem Alter auftreten. Inzwischen haben wir neben jüngeren Patientinnen auch einige im Alter von 80 oder 90 Jahren», so Weder. (pd)

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