Ein kleiner Flirt mit ­ärgerlichen Folgen

Daniel Walt
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Feldkirch/Vaduz Alles hatte so gut begonnen. Nach einem Konzert in Kreuzlingen absolvierte die Wiener Elektropop-Band Johann Sebastian Bass in der Nacht auf vergangenen Sonntag einen ausverkauften Auftritt am Poolbar-Festival in Feldkirch. Für den Band-Keyboarder mit dem Künstler­namen Johann Domenicus Bass ging der Abend allerdings betrüblich zu Ende. «Kein Geld der Welt kann mir diesen Ring ersetzen!», schreibt der Musiker in einem Facebook-Posting. Dieses dreht sich um ein Schmuckstück, das ihm nach dem Auftritt abhandengekommen ist.

Drei ineinander gearbeitete Ringe

«Nach dem Auftritt stand ich am DJ-Pult und lernte eine junge Frau aus Vaduz kennen», blickt Johann Domenicus Bass zurück. Mit der Zeit kam das Gespräch auf einen Ring, den Bass seit vielen Jahren trägt. Das Schmuckstück besteht aus drei ineinander gearbeiteten Silberringen und ist ein Erbstück – es erinnert Bass an eine Tante, die vor 15 Jahren gestorben ist. Die junge Frau bat ­Johann Domenicus Bass in der Folge, sich den Ring einmal überstreifen zu dürfen. Der 32-Jährige stimmte zu. Als sich die beiden nach rund einer Stunde verabschiedeten, vergass der Musiker dann aber, den Ring zurückzuverlangen. «Diesen Ring brauche ich wieder!», schreibt er nun auf Facebook.

Beide in festen Händen

In seinem Post richtet sich Johann Domenicus Bass direkt an «Selina oder Celina aus Liechtenstein». «Wir haben gequatscht über dies und das. Du warst nicht unsympathisch.» Ein kleiner Flirt sei es gewesen, bestätigt Bass auf eine entsprechende Nachfrage – aber nichts Ernsthaftes: Sowohl er als auch die junge Frau aus dem Fürstentum Liechtenstein seien in festen Händen. Dass es die Frau von Anfang an auf den Ring abgesehen hatte, glaubt der 32-jährige Musiker nicht.

Bis dato hat der Facebook-Aufruf nichts gebracht: Selina beziehungsweise Celina aus Liechtenstein, genauer: Vaduz, hat sich nicht gemeldet. Seiner Erinnerung nach ist die Dame aus Vaduz zwischen 20 und 25 Jahre alt. Sie hat bräunliche Haare, ist eher klein und zierlich und trug an jenem Abend goldene Glitzersterne an den ­Augenlidern. Die Hoffnung, seinen Ring zurückzuerhalten, hat Johann Domenicus Bass nach wie vor nicht aufgegeben.

Und auch ins Vorarlberg wird er mit seinen Bandkollegen wieder zurückkommen, selbst wenn Auftritte dort selten unter einem guten Stern stehen. «In Dornbirn wurde uns einmal backstage die Kasse mit rund 1000 Euro gestohlen», sagt er.

Daniel Walt

daniel.walt@tagblatt.ch