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Ein grosses und wichtiges Thema in einer schwierigen Lebensphase erörtert

BUCHS. Was soll unser Kind lernen? Die Frage der Berufswahl sind für die Eltern ebenso herausfordernd wie für die betroffenen Jugendlichen. Was dabei hilfreich ist und wo Eltern Beratung und Unterstützung finden, war das letzte Thema vor den Sommerferien bei der Elternbildung Werdenberg.

BUCHS. Was soll unser Kind lernen? Die Frage der Berufswahl sind für die Eltern ebenso herausfordernd wie für die betroffenen Jugendlichen. Was dabei hilfreich ist und wo Eltern Beratung und Unterstützung finden, war das letzte Thema vor den Sommerferien bei der Elternbildung Werdenberg. Stanislaw Henny, Sozialpädagoge bei der Kinder- und Jugendhilfe Sarganserland, wusste mit konkreten Ratschlägen etwas von der Unsicherheit und dem Druck von den Anwesenden zu nehmen.

Wichtige Voraussetzungen für einen entspannten Umgang mit den schwierigen Fragen sind gemäss Henny: die Probleme der Adoleszenz zu kennen, sich mit der Situation der Jugendlichen auseinandersetzen und ihre Möglichkeiten sehen.

Hirn wird komplett umgebaut

So verschaffte der Referent mit einem kurzen Überblick Klarheit über die Begriffe «Pubertät» und «Adoleszenz». Er erinnerte daran, dass in dieser Phase die Identität, die Persönlichkeit, Selbständigkeit und Selbstkontrolle entwickelt werden sollten. Die Jugendlichen versuchen, den oft sehr anspruchsvollen Spagat zwischen Anerkennung in der Gruppe und in der Familie zu meistern. Nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen wird ihr Hirn in dieser Zeit physisch komplett umgebaut. Da erstaunt es nicht, dass bei manchen Jugendlichen – und damit ihren Erziehungsberechtigten – die Probleme eskalieren können. So ist zum Beispiel die Suizidalität in diesem Alter am grössten.

Frühzeitig auseinandersetzen

Die Anwesenden wurden aufgefordert, ganz persönlich die Unterschiede zwischen früher und heute aufzuzählen. Dabei zeigte sich: flexiblere Normen, grössere Möglichkeiten, mehr Berufe, höhere Durchlässigkeit, aber auch mehr Beratungs- und Informationsmöglichkeiten zeichnen die heutige Zeit gegenüber früher aus. Und hier liegt auch das Hauptgewicht der erteilten Ratschläge: Eltern sollen sich sehr frühzeitig mit den zur Verfügung stehenden Fachstellen, Berufswahlmessen, Infoveranstaltungen, Schnupperstellen und so weiter auseinandersetzen und ein Dossier erstellen.

Darauf sollte eine vertiefte Auseinandersetzung folgen mit Eignungstests sowie Schnuppertagen. Das erlaubt die Eingrenzung der möglichen Berufe. Wenn sich Schwierigkeiten bei der Lehrstellensuche ergeben, ist unbedingt ein Brückenangebot wie zum Beispiel ein zehntes Schuljahr, Praktika, Sprachaufenthalte, Sarganserländer Sozialjahr usw. zu prüfen. Kein Abschluss ohne Anschluss, so Hennys Credo. Für konstruktive Gespräch wusste der Referent manchen guten Rat zu geben, was zweifellos einigen der anwesenden Eltern etwas mehr Sicherheit und Zuversicht für ihre Aufgabe mitgaben. (pd)

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