Ein ganzes Dorf gerät aus dem Häuschen

Zum drittenmal wird während des FESTivals in der Kantonsschule Sargans geschauspielert, gesungen und zum Lachen gebracht. In den nächsten zwei Wochen treten Theatergruppen und Comedians auf. Den Auftakt machte am Freitagabend das Projekt K.

Ana Catarina Dietrich
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Ratlose Blicke, hysterisches Lachen: Die Bewohner des russischen Städtchens wissen nicht wie weiter. (Bild: Ana Catarina Dietrich)

Ratlose Blicke, hysterisches Lachen: Die Bewohner des russischen Städtchens wissen nicht wie weiter. (Bild: Ana Catarina Dietrich)

SARGANS. Freitagabend kurz vor 20 Uhr, leises Gemurmel ist zu hören. Als kurz darauf das Licht ausgeht, ist Totenstille. Das Stück fängt an. Im Rahmen des Theater FESTivals übte die Theatergruppe der Kantonsschule Sargans, unter der Leitung von Elmar Brunner, Nikolai Gogols «Der Revisor» ein. Am Freitagabend feierten sie Premiere und gleichzeitig den Auftakt zum FESTival.

Fatale Verwechslung

In einem unbekannten Dorf in Russland schlug die Nachricht, dass ein Revisor dorthin auf dem Weg sei, wie ein Blitz ein. Die aufgebrachten Bewohner zerbrachen sich den Kopf, wie sie den Besuch erfolgreich und ohne grossen Schaden überstehen konnten. In der Hitze des Gefechts kam es zu einer Verwechslung. Fälschlicherweise wurde ein verarmter Durchreisender für den Revisor gehalten.

Glück für ihn, Pech für das Dorf, da der vermeintliche Revisor seine Situation – und das Schmiergeld – aufs gröbste zu seinem alleinigen Wohl ausnutzte. Der angebliche Revisor erzählte eine Räubergeschichte nach der anderen und wickelte die Bewohner um seinen Finger. Als der Schwindel schliesslich rauskam, war der Mann schon über alle Berge – der wahre Revisor jedoch ist nun vor Ort.

Vielseitiges Programm

Die Nachwuchstalente der Kantonsschule boten ein ausserordentliches Schauspiel. Das Publikum, sichtlich amüsiert, staunte über die vielfältigen Talente der Schauspieler. Für Unterhaltung sorgten die mit «Insidern» und mit satirischem Witz gespickten Dialoge. Witze auf Kosten von Politikern, Medien und aktuellen Geschehnisse in und um die Schweiz wurden gemacht. Sprachlich und inhaltlich wurde das Stück teils an die heutig Zeit angepasst und bot ein belustigendes und ausgewogenes Verhältnis zwischen Originalzeit und Gegenwart. In den kommenden Tagen stehen weitere Aufführungen des Projekts K sowie anderer Theatergruppen und Komödianten an.