Ein Freispruch für den Verwandten von Jürgen Hermann

VADUZ. Eineinhalb Jahre nach dem Mordfall in Balzers, bei welchem Jürgen Hermann den CEO der Bank Frick, Jürgen Frick, in der Tiefgarage der Bank niedergeschossen hatte, beschäftigte sich das Landesgericht am Donnerstag erneut mit diesem schrecklichen Kapitel.

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VADUZ. Eineinhalb Jahre nach dem Mordfall in Balzers, bei welchem Jürgen Hermann den CEO der Bank Frick, Jürgen Frick, in der Tiefgarage der Bank niedergeschossen hatte, beschäftigte sich das Landesgericht am Donnerstag erneut mit diesem schrecklichen Kapitel.

Waffe illegal erworben

Dabei ging es um die Waffe, mit welcher Jürgen Frick getötet worden war. Konkret wirft die Staatsanwaltschaft einem Familienmitglied von Jürgen Hermann vor, dass dieses ihm den Zugang zu dieser Waffe ermöglicht haben soll. «Fahrlässige Tötung» lautete entsprechend der Anklagepunkt.

Bereits im Vorfeld stand fest, dass diese Waffe illegal erworben worden ist. Denn im Herbst 2012 hatte die Landespolizei im Haus von Jürgen Hermann all seine Waffen sichergestellt. Auslöser war damals ein gegen Jürgen Hermann eingeleitetes Strafverfahren.

Busse verteilt

Von der Mordwaffe fehlt bislang jede Spur. Das Familienmitglied wurde gestern vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen. Die Gefährdung sei dem Beschuldigten weder bewusst noch sei diese überhaupt erkennbar gewesen, begründete der Richter in der Urteilsverkündigung, zu welcher die Öffentlichkeit nach einem Ausschluss des Verfahrens zugelassen wurde.

Der Beschuldigte erhielt allerdings eine Busse in der Höhe von 500 Franken, weil er die Waffe nicht gesetzesmässig verwahrt haben soll. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (mh/bfs)