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Ein Film-Feuerwerk gezündet

Erstmals sind Big Band, Orchester und Chor der Kantonsschule Sargans miteinander aufgetreten. Ihr vielschichtiges Zusammenspiel hat ein Feuer der Begeisterung entfacht. Am Donnerstag und Freitag gibt es mehr davon.
Reinhold Meier
Gemeinsamen Spirit geweckt: Chor, Big Band und Orchester haben eine musikalische Glanzleistung auf die Bühne gezaubert. (Bild: Reinhold Meier)

Gemeinsamen Spirit geweckt: Chor, Big Band und Orchester haben eine musikalische Glanzleistung auf die Bühne gezaubert. (Bild: Reinhold Meier)

SARGANS. Was der erst 33jährige Thilo Bräutigam da mit seiner Crew auf die Bühne gebracht hat, war schlichtweg begeisternd. Sein putzmunterer Canti-Chor liess im Verbund mit dem sensiblen Orchester und der lässigen Big Band spüren, was Musik kann: Motivieren, begeistern, mitreissen. Über sechzehn Filmmusiken hat das Ensemble qualitätsvoll intoniert, in wechselnden Besetzungen, unterlegt mit Videos und stets mit dem Gespür fürs richtige Tempo.

So formte sich ein Spannungsbogen von der 20th-Century-Fox-Fanfare bis zum Medley des High-School-Musicals, temporeich, mit retardierenden Momenten gespickt, ohne Längen, doch nie kurzatmig, ein packendes Gesamtkunstwerk für sich. Den Grund dafür legte die monatelange Beschäftigung mit der Materie. Schon seit dem Sommer widmete sich Bräutigam dem Projekt, wie am Rande des ausverkauften Abends zu hören war.

«Ich sehe das Feuer»

Auch die Musikerinnen und Musiker trafen seit August zu Proben, mehrfach ausserhalb des Unterrichts und an Wochenenden. Hinzu kam ein erheblicher Einsatz der Video-Experten, die nicht nur den Filmschnitt, sondern auch die Filmsteuerung bis in Detail geplant und mit dem Klangkörper abgestimmt haben. Dies alles – samt dem Zusammenspiel mit Deko, Hausdienst, Verkauf und Bar – zeigte einen gemeinsamen Geist. «Die Zusammenarbeit hat etwas Ganzes entwickelt», zeigte sich Rektor Stephan Wurster bewegt.

Wenn aus der Vielzahl der grossen Einzelleistungen eine hervorgehoben werden darf, so das Duett von Vanessa Bärtsch und Almedin Jashari. Mit Gitarre und Tenor intonierten sie «I see Fire» aus «Hobbit» derart intensiv, dass sich das Vorbild dahinter verstecken mochte. Zum Auftakt des Abends hatten fünf Songs aus den Star-Wars-Episoden den Massstab gesetzt, mit imperialer Wucht der Blechbläser ebenso wie durch feinsinnige Melodien der Streicher.

Stets frisch geblieben

Bei dem Holocaust-Drama «Schindlers Liste» standen naturgemäss sensible Töne im Vordergrund, zart und fragil trugen leise Violinen und zwei Celli das Thema. Kaum ein Zufall, wenn im Anschluss das empfindsame «I'm kissing you» aus «Romeo und Julia» erklang, Christine Alpiger, Sopran, erhielt dafür viel Applaus. Einen weiteren Beleg für die belebende Vielfalt lieferte die Inszenierung von «Rocky», die Schlagzeug und Trompeten Gelegenheit zu eindrücklichen Soli gab.

Beim «Pink Panther» nutzen die Saxophone diese Chance und bei «Peter Gunn» der Bass. Stets überraschend und frisch blieben die Wechsel der Einsätze von Chor, Instrumenten und Gesamtorchester. Auch die Bildsprache war nicht überbordend, sondern hielt sich an ihre Aufgabe, ohne Reizüberflutung die stimmungsvolle Musik zu unterstützen. Als weiterer Höhepunkt darf das James-Bond-Medley gelten, der von «Goldfinger» bis «Spectre» sechs Solistinnen grossartige Auftritte bot, überragend dabei Leandra Wildhaber mit «Diamonds are forever».

Am Donnerstag und Freitag gibt es zwei weitere Aufführungen um 19.30 Uhr in der Aula der Kanti. An diesen Abenden stehen auch Parkplätze bei der nahen Motorfahrzeugkontrolle zur Verfügung. Die Abendkasse öffnet eine Stunde vorher, Vorverkauf via mediathek.kss@sg.ch.

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