Ein erhabenes Weihnachtsfest

Die Evangelische Kirchgemeinde Grabs-Gams lud am Weihnachtssonntag Menschen ein, die nicht alleine das Weihnachtsfest begehen möchten. Die Gäste erlebten besinnliche und frohe Stunden in feierlichem Rahmen.

Heidy Beyeler
Drucken
Teilen
Die klassischen Weihnachtslieder an der Feier in Grabs fanden bei den Gästen grossen Anklang.

Die klassischen Weihnachtslieder an der Feier in Grabs fanden bei den Gästen grossen Anklang.

GRABS. Es war eine besondere Feier am Weihnachtssonntag in Grabs. Besonders deshalb, weil es der allererste Anlass war, der im neu erstellten Kirchgemeindehaus stattgefunden hat. Der offizielle Festakt wird knapp einen Monat später, am Samstagnachmittag, 23. Januar 2016, über die Bühne gehen.

Besonders aber auch, weil insgesamt rund 20 Menschen den Weihnachtsfeiertag gemeinsam mit den Gastgebern Diakon Martin Nägele und dessen Ehefrau Ursula in stimmungsvoller Atmosphäre geniessen durften. Zusammen wurden Weihnachtslieder gesungen und Weihnachtsgeschichten erzählt beziehungsweise vorgelesen, die zum Nachdenken anregten. Monika Hess (Klavier) und Etsuko Oswald (Geige) begrüssten die Gäste mit feierlicher, weihnachtlicher Musik.

Geschichten mit Symbolkraft

Diakon Martin Nägele erzählte zur Einstimmung die Geschichte vom Baumwollfaden und dem Wachsklümpli. Der Baumwollfaden war traurig und betrübt, weil er sich zu klein und zu schwach fühlte, um von Nutzen zu sein, als ein Wachsklümpli in der Dunkelheit der Nacht verzweifelt umherirrte und schüchtern an die Türe klopfte. Das Wachsklümpchen jammerte, weil es zu klein war für eine dicke Weihnachtskerze. «Wachs und Baumwollfaden fanden sich, taten sich zusammen, um als Teelicht zu leuchten. Vielleicht gibt es ja in der Welt noch viele kurze Baumwollfäden und viele kleine Wachsklümpchen, die sich zusammentun, um der Welt zu leuchten». Mit anregenden Worten zum Nachdenken erzählte Diakon Nägele die Geschichte vom König und seinen zwei Söhnen. Die Geschichte berichtet von einer Kerze, deren Schein eine ganze Halle mit Licht füllte. Ein Licht, das Menschen brauchen. Und Ursula Nägele las im Laufe des Nachmittags die Weihnachtsgeschichte aus der Luther-Bibel nach Lukas 2 vor, die von der Reise von Josef und Maria, der Geburt von Jesus und den Hirten, die sie im Stall besuchten, erzählte.

Die Zeit verflog im Nu

Zwischen den Musikbeiträgen, Weihnachtsliedern und den Geschichten gab es ein reichliches und schmackhaftes Weihnachtsessen aus der Stüdtlihus-Küche, das von der Evangelischen Kirchgemeinde Grabs-Gams offeriert wurde. Das Dessertbuffet war das Tüpfelchen auf dem «i». Ursula Nägele reichte dazu eine selbstgemachte grosse Schwarzwäldertorte und eine reichhaltige Portion Tiramisu. Die Stüdtlihus-Küche spendete ein erfrischendes Dessert mit Mandarinencrème, angereichert mit Mandarinen-Spalten. Dazu wurden die weitherum bekannten Weihnachtsguezli von Hansjörg Tinner in Grabs gereicht – ein Geschenk vom Bäcker persönlich.

Die Zeit verflog bei dem vielfältigen Programm, bei angeregten Gesprächen und beim gemeinsamen Quiz-Spiel zum Thema Weihnachten im Handumdrehen. Es war ein wunderschönes gemeinsames Weihnachtsfest. Den Gastgebern Martin und Ursula Nägele ist es mit diesem Weihnachtsfest gelungen, den Gästen bereichernde Stunden mit Tiefgang zu bieten. Eine Weihnachtsfeier, die wahrlich nicht allen Menschen auf dieser Welt vergönnt ist.

Gastgeber Diakon Martin Nägele und Gattin Ursula erzählten Weihnachtsgeschichten, Monika Hess und Etsuko Oswald machten Musik. (Bilder: Heidy Beyeler)

Gastgeber Diakon Martin Nägele und Gattin Ursula erzählten Weihnachtsgeschichten, Monika Hess und Etsuko Oswald machten Musik. (Bilder: Heidy Beyeler)

Aktuelle Nachrichten