Ein Derby voller Emotionen

Das war ein wirklich spannender Saisonschluss in der 3. Liga: Sevelen und Trübbach standen sich im Derby gegenüber und trennten sich leistungsgerecht mit 1:1. Die Platzherren hatten die erste Hälfte dominiert, Trübbach die zweite.

Martin Broder
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Kampf war Trumpf: Jansen behauptet den Ball gegen die Trübbacher Defensive. (Bild: Martin Broder)

Kampf war Trumpf: Jansen behauptet den Ball gegen die Trübbacher Defensive. (Bild: Martin Broder)

FUSSBALL. Die Seveler hatten einen Start nach Mass und gingen bereits nach sechs Minuten erwartungsgemäss in Führung. Sven Sturzenegger flankte herrlich auf Jansen, der per Kopf nur den Pfosten traf. Dzemaili reagierte am schnellsten und verwandelte den Abpraller zum 1:0. In der Folge dominierten die Seveler die erste Hälfte und kamen auch zu guten Chancen. In der 24. Minute verlangten sie einen Penalty, doch der ansonsten gute Schiedsrichter wertete die Aktion im Strafraum nicht als Foul. Trübbach hingegen kam kaum gefährlich vors Tor. Nach der Pause änderte sich das Bild, die Gäste gingen engagierter zur Sache und kamen – wie Sevelen in der 1. Halbzeit – schnell zu ihrem Tor. Sieben Minuten nach der Pause spielte Goalie Gafner einen schlechten Ball nach vorn und servierte Zimmermann damit eine Riesenchance. Immerhin wehrte er dessen Schuss in Corner ab. Dieser brachte den Ausgleich für Trübbach. Gabriel Dinner trifft aus dem Gewühl heraus zum 1:1.

Beiden nützt es nicht so recht

In der Folge entwickelte sich ein echtes Derby mit viel Einsatz, Zweikämpfen und mancher Nettigkeit. Einige Verwarnungen waren die Folge und auch eine Ampelkarte: Luan Isufi reklamierte in der Nachspielzeit wegen eines Einwurfs zu intensiv und musste frühzeitig unter die Dusche. Auch zu guten Chancen kamen beide Mannschaften in der Schlusshalbstunde, doch wollte der Ball einfach nicht mehr ins Tor. Speziell in der Nachspielzeit ging es noch einmal heiss zu und her. Zuerst traf der eingewechselte Cauterucci das leere Tor nicht, und praktisch mit dem Schlusspfiff scheiterte Gabriel Dinner an Goalie Gafner, der sich ihm mutig in die Beine warf. So endete das Spiel ohne Sieger, was beiden nicht so recht nützt.

«Das Potenzial ist vorhanden»

Marco Rissi, Trainer FC Sevelen: «Das Unentschieden geht in Ordnung. Wir haben zu viele Torchancen versiebt und damit den Sieg verpasst. Geärgert hat mich, dass wir teilweise überheblich gespielt und so die Trübbächler stark gemacht haben.» Blerim Murtezzi, Trainer FC Trübbach, meinte zum Spiel: «Es war ein richtiges Derby, das auf beide Seiten hätte kippen können, denn beide Mannschaften haben gute Torchancen ausgelassen. Nach diesem intensiven Spiel nehmen wir den Punkt gerne mit.»

Angesprochen auf die Situation am Tabellenende meinte Trainer Murtezi: «Ich hoffe, wir haben in der Rückrunde mehr Glück mit den Verletzungen. Das Potenzial ist sicher vorhanden, wenn alle Spieler zur Verfügung stehen. Ich glaube denn auch, dass wir eine erfolgreiche Rückrunde spielen können. Trotz der unerfreulichen Tabellensituation geben wir nicht auf, sondern wir werden alles daran setzen, den Ligaerhalt doch noch zu schaffen. Für uns ist es psychologisch wichtig, dass wir im letzten Spiel vor der Winterpause, und das in einem Derby, ein Erfolgserlebnis hatten.»

Sevelen – Trübbach 1:1 (1:0)

Schild – 160 Zuschauer. – Sr. Trivigno Carmine

Tore: 6. Dzemaili 1:0, 52. Gabriel Dinner 1:1

FC Sevelen: Gafner, Schäpper, Luan Isufi, Volpe, Remo Sturzenegger, Elduan Isufi (67. Sulser), Hercod, Fazlija, Sven Sturzenegger, Dzemaili (85. Cauterucci), Jansen

FC Trübbach: Brunner, Murtezi, Ramadani, Georgis, Aziri, Nicolas Dinner (92. Murzeli), Herrmann, Stump, Gabriel Dinner, Telic (46. Bertsch), Zimmermann

Bemerkungen: Gelb für Telic, Schäpper, Nicolas Dinner und Herrmann, Gelb-Rot für Luan Isufi