Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Eifersucht als Motiv

Ein 34-jähriger Libanese hat in Grabs auf den neuen Partner seiner Ex-Freundin eingestochen. Die Staatsanwaltschaft klagt ihn nun des versuchten Mordes an.
Jonas Manser

Jonas Manser

jonas.manser

@tagblatt.ch

Es geschah vor zwei Jahren am Dienstag, 24. November 2015: Ein 45-jähriger Schweizer sass mit seiner Partnerin auf einer Bank, als um 21.30 Uhr der 34-jährige libanesische Ex-Freund der Frau auftauchte. Er stach dem Schweizer unvermittelt ein Messer in den Bauch, berichtete die Kantonspolizei St. Gallen. Die Frau ging dazwischen und wurde vom Ex-Freund in den Arm gebissen.

Täter hat sich selbst der Polizei gestellt

Darauf verliess dieser den Tatort. Das Opfer wurde mit lebensbedrohlichen Verletzungen ins Spital verbracht. Der Täter stellte sich damals rund eine Stunde später der Kantonspolizei St. Gallen und wurde festgenommen. Die Staatsanwaltschaft eröffnete daraufhin ein Strafverfahren wegen des Verdachts der versuchten vorsätzlichen Tötung.

Die in enger Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei St. Gallen und dem Institut für Rechtsmedizin St. Gallen geführte Untersuchung ist abgeschlossen, meldete die Staatsanwaltschaft gestern Freitag . Sie erhebt nun gegen den 36-jährigen Libanesen Anklage beim Kreisgericht Werdenberg-Sarganserland wegen versuchten Mordes. Er steht in Verdacht, am Abend des 24. November 2015, an der Dorfgrabenstrasse in Grabs aus Eifersucht mehrmals auf den damals 45-Jährigen neuen Lebenspartner seiner von ihm getrennt lebenden Ehefrau mit einem Messer eingestochen zu haben. Das Opfer überlebte mit schwerwiegenden, lebensgefährlichen Verletzungen im Bauch- und Kopfbereich.

Die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen beantragt eine Freiheitsstrafe von 16 Jahren. Der Beschuldigte befindet sich seit dem 24. November 2015 in Untersuchungshaft beziehungsweise im vorzeitigen Strafvollzug.

Gefälschte Urkunden und Einbrüche

Der Libanese wird weiter verdächtigt, Falschgeld hergestellt und in Umlauf gebracht, Urkunden und Ausweise gefälscht, mehrere Einbrüche sowie weitere Körperverletzungsdelikte begangen zu haben. Daneben werden ihm mehrfache Drohung, mehrfache Nötigung sowie betrügerischer Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage vorgeworfen.

Die Liste der verübten Delikte geht weiter: Dem 34-Jährigen wird ausserdem Erschleichen einer Leistung, Brandstiftung, Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte, Ungehorsam gegen amtliche Verfügung, Missbrauch einer Fernmeldeanlage sowie Übertretungen des Betäubungsmittelgesetzes sowie Personenbeförderungsgesetzes vorgeworfen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.