Ehrenamtliche erlebten Festtag

Die Förderstiftung des Spielcasinos Bad Ragaz hat Menschen eingeladen, die sich im Sarganserland und Werdenberg freiwillig für andere einsetzen. Im Blickpunkt standen das Titanic-Musical sowie Genüsse des Grand Resorts.

Reinhold Meier
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Gute Laune: Stiftungsrat Björn Caviezel hat seine Gäste bestens betreut. (Bild: Reinhold Meier)

Gute Laune: Stiftungsrat Björn Caviezel hat seine Gäste bestens betreut. (Bild: Reinhold Meier)

REGION. Für die Förderstiftung des Casinos ist es schon zu einer lieben Tradition geworden, Ehrenamtliche aus der Region zu belohnen. So gelang es auch in seiner zehnten Auflage, einen Abend vom Feinsten zu gestalten. Und alle, die gekommen waren, hatten es vollauf verdient. Dies bestätigte Björn Caviezel, der Direktor von Heidiland-Tourismus und Mitglied im Stiftungsrat, der auf das charmanteste durch den Abend führte.

Jener begann standesgemäss im renommierten Restaurant Bel-Air mit einem delikaten Dreierlei von der Terrine. Angesichts von aparten Schinkensülzchen, Perlhuhn und Gazpacho musste mancher der Verdienten gar die Kamera zücken, um die appetitliche Trilogie festzuhalten, bevor die Gläser mit Maienfelder Weissburgunder zum Speisegenuss erklangen. Gemäss der hiesigen Sitte waren die 62 Gäste zuvor mit einem Apéro in den Abend gestartet.

Gemeinnützig für die Region

Caviezel hatte dabei hervorgehoben, dass die Förderstiftung jährlich 1,5 Prozent des Bruttospielertrages, mindestens jedoch 100 000 Franken für regionale Aufgaben ausschüttet, in der Regel sind es aber mehr als doppelt so viel. Knapp zwei Drittel davon erhält die Region Werdenberg-Sarganserland für gemeinnützige Anlässe und Projekte. Knapp ein Drittel bekommt die Ferienregion, und zehn Prozent darf der Stiftungsrat frei vergeben.

Auf dieser Basis ist die Idee entstanden, freiwillig Engagierte einzuladen und damit ihren Einsatz zu würdigen. Dazu waren im Vorfeld alle Gemeinden angeschrieben und um einschlägige Namen gebeten worden. Die Palette der Bereitschaft unter den Geladenen war denn auch gross und spiegelte viel vom Schatz des Gemeinwohls. So waren aus Wangs vier Herren gekommen, sogenannte Schnitzler, wie sie betonten. «Wir pflegen Wanderwege mit Holzschnitzeln und sorgen dafür, dass sie auch im Winter zu begehen sind.»

Mit viel Herzblut aktiv

Aus Sennwald war eine anerkannte Kirchenvorsteherin zu Gast, die sich mit Freude auch in Vereinen engagiert, etwa bei der Frauenriege. Eindrücklich auch ihre Kollegin, die eine Flüchtlingsfamilie betreut. Aus Sargans bereicherten verdiente Mitglieder des Feuerwehrvereins die Runde, bekannt für ihre unverzichtbare Hilfe beim weit über den Ort hinaus bekannten Christchindli- und Ostermarkt.

Ferner trug ein weibliches Quartett aus Gams zum respektablen Bild bei, ist es doch für den zweijährlich stattfindenden Ferienspass bekannt, bei dem bis zu 300 Kinder mitmachen. Aus Flums wurden die Führungskräfte der Theatergesellschaft gesichtet. Regie, Schauspiel, Technik und Bühnenbau zeugten wie alle anderen von dem hohen Wert des Ehrenamtes für das Gemeinwohl. Letztlich waren alle Gemeinden zwischen Amden, Sennwald und Bad Ragaz vertreten.

Beste Stimmung genossen

Bei so viel Sozialkompetenz war das Eis rasch gebrochen, und schon beim zarten Zanderfilet stieg die Intensität der Konversation spürbar an. Ganz zu schweigen vom folgenden Kalbskronenbraten an Steinpilzen, den Fachkräfte der Küche zuvor im abgedunkelten Saal festlich flambiert hatten. Die versierte und hoch zu lobende Weinbegleitung des Menus trug ihren Teil bei.

Den Dessert gab's dann in der Pause des Musicals. Dazu hatte ein bequemer Doppelstöcker die froh gestimmte Schar pünktlich nach Walenstadt verbracht und direkt vor der Tribüne abgesetzt. Dem Applaus des Publikums schloss sich die Gruppe zum Abschluss nahtlos an, hatten doch die Aktiven auf der Bühne bei grossartigem Wetter ihr Bestes rund um die Saga über die Grenzen von Machbarkeit und Fortschrittsglauben gegeben. Wer mochte, durfte den Abend danach noch im Casino ausklingen lassen.