Ehre für Judith und Noldi Kessler

Sie prägen in und ausserhalb der Gemeinde Gams das kulturelle Leben und Schaffen auf einzigartige Art und Weise. Dafür haben sie nun den Anerkennungspreis des Patronats Alte Mühle bekommen: Judith und Noldi Kessler-Dürr.

Reto Neurauter
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Gekonnt und witzig der Auftritt des Kinderjodelchörlis Grabs mit Margrith Scherrer an der Handorgel. (Bilder: Reto Neurauter)

Gekonnt und witzig der Auftritt des Kinderjodelchörlis Grabs mit Margrith Scherrer an der Handorgel. (Bilder: Reto Neurauter)

GAMS. Dass sie diesen Anerkennungspreis gerade in der Alten Mühle überreicht bekamen, freue sie ganz besonders, so Judith Kessler. Das sei sinnvoll, so der Präsident des Patronatsvereins, Helmut Kendlbacher, «denn neben vielen anderen kulturellen Tätigkeiten haben sich die beiden beim Erwerb durch die Gemeinde und im Zuge der Renovationsarbeiten und für eine stilgerechte Innenausstattung von Stube und Küche stark eingesetzt, so dass dem Haus wieder Leben eingehaucht werden konnte.»

«Brauchtum liegt uns am Herzen»

Die Liste des Kulturschaffens von Judith und Noldi Kessler sei lang, alles aufzuzählen unmöglich. Judith Kessler sammle und erforsche Volkslieder, habe bei der Einrichtung des Regionalmuseums Schlangenhaus und dem Neukonzept der Werdenberger Museen Schlangenhaus, Städtli und Schloss mitgewirkt, sei zudem im Vorstand der Historisch-Heimatkundlichen Vereinigung der Region Werdenberg (HHVW) und des Stiftungsrates Ruinen Hohensax und Frischenberg.

Noldi Kessler kenne man auch als Autor mehrerer Bücher und Kulturführer, er hat ein fundiertes Wissen über Gams und das Werdenberg, war Präsident der Kulturkommission der Arbeitsgemeinschaft Rheintal-Werdenberg und der HHVW, gehörte zehn Jahre der Redaktion Werdenberger Jahrbuch an, wo er auch viele interessante Beiträge publizierte.

Volkskunde und Brauchtum lägen ihnen sehr am Herzen, so Judith Kessler, «und wir machen das aus Freude an der Sache, gemeinsam, oder nach dem Indianerprinzip: Jeder macht, was er kann», meint sie lächelnd. Und dabei könnten sie auf die Unterstützung vieler zählen.

Gutes Jahresergebnis

Davor hatte Kendlbacher in seiner präsidialen Ansprache das weltpolitische Geschehen angesprochen, um so aufzuzeigen, «wie wohltuend sich unser Verein in unsere Gesellschaft, in unsere Gemüter und Herzen einbettet.» Und dieses Kulturgut wolle man gemeinsam mit den Mitgliedern erhalten. Das vergangene Jahr sei positiv verlaufen, die Betriebskommission habe ein reichhaltiges Programm angeboten, das viele Besucher aus nah und fern anzog. An mehreren Vorstandssitzungen wurden die anstehenden Aufgaben erledigt.

Die Anwesenden durften dann von einer Jahresrechnung Kenntnis nehmen, die mit knapp 5100 Franken Gewinn abschloss. Unverändert bleiben die Jahresbeiträge: 300 für Private, 500 für Firmen.

Die gute finanzielle Lage ermögliche es, so Kassier Josef Lenherr, in diesem Jahr den Patronatsmitgliedern so etwas wie eine «Dividende» auszuzahlen: zwei Gratiseintritte – auch zum Verschenken – und einzulösen im laufenden Programm.

Vorstand bestätigt

Seit 2003 besteht der Patronatsverein Alte Mühle, und immer hiess der Präsident Helmut Kendlbacher. Das wird auch für die Amtsdauer 2016 bis 2019 so bleiben, denn die Anwesenden bestätigten dies mit Applaus. Und auch im Vorstand bleibt's wie bisher: Werner Schöb (Aktuar/ Vize), Josef Lenherr (Kassier), Marlies Schöb und Risch Cantieni amten als Beisitzer, Patrik Birrer vertritt als deren Präsident die Betriebskommission im Vorstand. Rechnungsrevisoren bleiben Elke Lenherr (Schaan) und Jörg Bannwart.

Die Betriebskommission nach elf Jahren verlassen hat Bernadette Helbling. Neues Mitglied ist Ursula Gubser.

Schlagfertig und pointiert sorgen Sutter und Pfändler (rechts) für Lacher und Applaus im Minutentakt.

Schlagfertig und pointiert sorgen Sutter und Pfändler (rechts) für Lacher und Applaus im Minutentakt.

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