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Edelweiss-Verbot an Viehschau

Das Tragen von Edelweiss-Hemden ist an der Viehschau in Sax ab diesem Jahr nicht mehr erlaubt. Dies beschloss der Gemeinderat Sennwald. Man bedaure den Entscheid zwar, möchte aber Klagen wegen Diskriminierung vorbeugen.
Corinne Hanselmann
Das Edelweiss-Hemd muss bei der Viehschau der Gemeinde Sennwald in Zukunft zu Hause bleiben. (Bild: Coralie Wenger)

Das Edelweiss-Hemd muss bei der Viehschau der Gemeinde Sennwald in Zukunft zu Hause bleiben. (Bild: Coralie Wenger)

SENNWALD. Es hat mehr Fans denn je: das Edelweiss-Hemd. Nicht nur als Kleidungsstück von traditionsbewussten Zeitgenossen, sondern auch als typisches Symbol von stolzen Schweizern befindet es sich seit einigen Jahren im Aufwind. Gerne tragen es auch Schwinger, Ländlermusiker und Landwirte.

Ausgrenzende Wirkung

Doch das Tragen in der Öffentlichkeit könnte bald der Vergangenheit angehören. Gleich in mehreren Regionen der Schweiz führte das Edelweiss-Hemd im vergangenen Jahr zu Eclats an Schulen, zu Konflikten zwischen einheimischen und ausländischen Jugendlichen und sogar zu einer Protest-Aktion der SVP-Nationalräte, die an einer Session im Edelweiss-Hemd erschienen.

Auch in der Region Werdenberg und Obertoggenburg ist das urchige Kleidungsstück beliebt. Gerade an den herbstlichen Viehschauen tragen es nicht nur ausstellende Landwirte, sondern auch zahlreiche Zuschauer. Diese Ansammlung sende ein starkes patriotisches Signal und wirke auf Aussenstehende und Ausländer rassistisch und ausgrenzend. Zu diesem Schluss kam der Gemeinderat von Sennwald nach Sitzungen mit der Viehschau-Kommission.

Nach gründlichen Überlegungen trafen die Verantwortlichen deshalb folgenden Entschluss: Das Tragen von Edelweiss-Hemden ist an der Viehschau der Gemeinde Sennwald, die dieses Jahr am 1. Oktober stattfinden wird, verboten. Dies schreibt die Gemeinde Sennwald in einer Mitteilung, die heute veröffentlicht wird.

In einer Zeit, in der auch in der Gemeinde Sennwald der Anteil an ausländischen Einwohnern je länger, je grösser wird, möchte man mit dieser Massnahme Klagen wegen Diskriminierung vorbeugen. «Wir bedauern diese Massnahme zwar, möchten aber verhindern, dass Viehschauen wegen Konflikten ganz verboten werden», sagt Gemeindepräsident Peter Kindler dazu. Das Tragen von Trachten bleibt für die Landwirte und Kinder, die Tiere vorstellen, vorerst erlaubt.

Glocken vorläufig noch erlaubt

Ebenfalls diskutiert hat der Gemeinderat mit der Viehschau-Kommission das von Tierschützern geforderte Verbot von Kuhglocken während der Viehschau, wie auch auf dem Weg dorthin und in den heimischen Stall. Wie aus den Medien bekannt, zeigte eine Studie der ETH nämlich, dass der Lärm und das Gewicht den Tieren schadet. «Vorerst verzichten wir aber noch auf ein Glockenverbot», so Kindler. Man warte noch Erfahrungen von anderen Gemeinde-Viehschauen sowie weitere wissenschaftliche Untersuchungen ab.

Zur Durchsetzung des Hemd-Verbotes werden Sicherheitsleute an der Viehschau in Sax patrouillieren und Fehlbare darauf hinweisen. Von Bussen für das Tragen von Edelweiss-Hemden möchte der Gemeinderat vorerst noch absehen.

(Bei diesem Artikel handelt es sich um einen 1.April-Scherz)

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