«D'Wienachtsröiber» und die Kraft des Christkinds

Mit einem besinnlichen und feierlichen Weihnachtsspiel in der evangelischen Kirche stimmten 80 Mitwirkende auf die festlichen Tage ein. Im Zentrum des Geschehens stand die kaum erklärbare Kraft, die vom Kind in der Krippe ausgeht und die auch von Räubern nicht mit materiellen Werten gemessen werden kann.

Andrea Wohlgemuth
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Die Räuber mussten einsehen, dass der Wert von Weihnachten nicht verkäuflich ist. (Bild: pd)

Die Räuber mussten einsehen, dass der Wert von Weihnachten nicht verkäuflich ist. (Bild: pd)

BUCHS. Am 24. Dezember um 17 Uhr hatte man Gelegenheit, in der bis auf den letzten Platz besetzten evangelischen Kirche ein Weihnachtsspiel für die ganze Familie zu erleben.

Wie das Weihnachtsspiel war auch das Publikum generationenübergreifend, vom Kleinkind bis zu den Grosseltern. Bei diesem Weihnachtsprojekt haben vor und hinter der Bühne über 80 Personen aktiv mitgemacht. Ein Vorbereitungsteam hatte die Verantwortung für die Koordination von Band, Chor, Theater sowie Bühnenbild und Technik inne.

Die Theaterszenen

In einer ersten Szene bereitet der Messmer mit seinem Gehilfen die Kirche für den Weihnachtsgottesdienst vor. Er stellt die Krippe auf und plaziert – wie jedes Jahr – die Krippenfiguren in und um den Stall: Maria und Josef, das Kind in der Krippe, die drei Weisen aus dem Morgenland, Esel, Rind und Schafe. Im Hintergrund steht aber auch König Herodes mit seinem Diener und zwei mit der Volkszählung beauftragte Soldaten – und über allen: zwei Engel.

Nachts in der Kirche

Später in der Nacht dringen zwei Räuber – «d'Wienachtsröiber» – in die stille, weihnachtlich geschmückte Kirche ein. Sie haben die Idee, Maria mitgehen zu lassen, um sie im Wald zwischenzulagern und in ein paar Jahren als Antiquität teuer zu verkaufen.

Da erwachen die Krippenfiguren plötzlich zum Leben und mischen sich in das Geschehen ein. Sie klären die Eindringlinge auf, dass sich hier gar nichts zu Geld machen liesse. Der Reichtum liege eben ganz woanders. Beim Jesuskind in der Krippe. Und in der Kraft, die immer von diesem Kind ausgegangen, ausgeht und weiterhin ausgehen wird – in der Vergangenheit, in der Gegenwart und auch in Zukunft. Die Räuber verstehen gar nichts mehr und machen sich mit leeren Händen unverrichteter Dinge aus dem Staub.

Vom Geschehen mitgerissen

Die Stimmung in der Kirche war feierlich und besinnlich. Es wurde gelacht und geklatscht, es wurde mitgesungen und die Leute wurden spürbar vom Geschehen mitgerissen.

Es war ein wertvoller Einstieg in die Weihnachtstage und die teilnehmenden Musiker und Theaterleute freuten sich sehr, dabei sein zu dürfen.

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