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Durch den Rhein waten ist gefährlich

Beim zurzeit niedrigen Wasserstand macht es den Anschein, als könnte man über Kiesbänke und Niedrigwasserbereiche leicht den Rhein durchqueren. Das Rheinunternehmen warnt davor, es zu versuchen.
Max Tinner
Der Rhein bei Rüthi: Bei dem aktuell niedrigen Wasserstand rieselt der Fluss über breite Kiesbänke. Doch gleich daneben gibt es mannstiefe Rinnen mit starker Strömung. (Bild: Wisi Langenegger)

Der Rhein bei Rüthi: Bei dem aktuell niedrigen Wasserstand rieselt der Fluss über breite Kiesbänke. Doch gleich daneben gibt es mannstiefe Rinnen mit starker Strömung. (Bild: Wisi Langenegger)

Das seit Wochen überwiegend trockene Herbstwetter hat den Wasserstand im Rhein zurückgehen lassen. Im Werdenberg wie auch im Rheintal sieht man an einigen Stellen den Grund. Oberhalb des Zuflusses der Ill bei Rüthi ist der Wasserstand besonders niedrig. Hier mäandriert der Rhein momentan zwischen hoch aus dem Wasser herausragenden Kiesbänken hindurch. Manchenorts scheint er seicht über Kiesbänke zu rieseln. «Mit rechten Stiefeln und an geeigneter Stelle käme man womöglich trocken von einem Ufer zum andern», mutmasste ein Rheintaler kürzlich am Wirtshaustisch.

Es nur schon zu versuchen, kann einen das Leben kosten

Aber der Rhein ist kein Wiesenbächlein. Claudio Senn, der stellvertretende Leiter des Rheinunternehmens, warnt mit Nachdruck davor, solches überhaupt zu versuchen: «Durch den Rhein zu waten ist niemals möglich und extrem gefährlich.» Selbst wenn der Fluss über einen Teil seiner Breite quer über Kiesbänke riesle, gebe es gleich daneben mannstiefe Rinnen. Hier herrsche eine starke Strömung, der niemand standhalte. Danach lähme die Wassertemperatur von nicht mehr als zehn Grad die Muskulatur. Man ertrinke. Der Versuch, bei Niedrigwasser durch den Rhein zu waten, kann einen also das Leben kosten.

Der niedere Wasserstand sei auch nicht ungewöhnlich, fügt Senn an. Bei einer längeren Schönwetterperiode komme es immer wieder vor, besonders im Herbst, wenn bei vereinzelten Schlechtwettertagen die Niederschläge in der Höhe bereits als Schnee liegen bleiben. Auch die Auswertung der Daten der Messstation bei Diepoldsau zeigt, dass die diesjährigen Tagesdurchschnittswerte für die Abflussmenge dem Durchschnitt der letzten 30 Jahre entsprechen – bis hin zu den aktuellen Werten. Mit zeitweisen Abweichungen, versteht sich. Die grösste Abweichung ergab sich beim Hochwasser von Mitte Juni, das eines der vier stärksten der letzten 30 Jahre war. Vielleicht erscheint einem der aktuelle Niedrigwasserstand deshalb so aussergewöhnlich.

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