Dumper-Vandalen waren besoffen

Die St. Galler Kantonspolizei hat zwei 19-Jährige aus der Region Fürstenland-St. Gallen ermittelt, die am 7. September frühmorgens beim Bahnhof Salez mit einer Baumaschine Sachschaden von circa 80 000 Franken angerichtet haben.

Thomas Schwizer
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Legende (Bild:)

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SALEZ. Mit einer beim Bahnhof abgestellten Baumaschine, einem sogenannten Dumper, haben die beiden jungen Schweizer am frühen Sonntagmorgen, 7. September, um 4.30 Uhr einen Verpflegungsautomaten vom Betonsockel gestossen und zerstört (W&O vom 8. September).

Hoher Sachschaden

Ausserdem richteten sie mit diesem Fahrzeug an einem Altkleider-Sammelcontainer und an einem Wartehäuschen sowie an einem Zaun hohen Schaden an. Die Polizei bezifferte den Gesamtschaden, den die Vandalenfahrt verursachte, gestern mit circa 80 000 Franken.

Die beiden 19-Jährigen, sie wohnen in der Region Fürstenland-St. Gallen, gaben gegenüber der Polizei zu, dass sie die Baumaschine mit dem im Zündschloss steckenden Schlüssel in Fahrt gesetzt haben. Sie seien abwechslungsweise am Steuer gesessen. Sie könnten sich lediglich noch daran erinnern, dass sie mit dem Dumper den Verpflegungsautomaten vom Sockel gestossen hätten.

«Filmriss» wegen zu viel Alkohol

Sie hatten in der Nacht an der Mega-Party im Sennwalder Industriegebiet viel zu tief ins Glas geschaut, waren dann zu Fuss zum Bahnhof Salez gelangt und zur Tatzeit am frühen Morgen «stockbesoffen». So stark, dass sie sich nicht mehr detailliert an den ganzen Vorfall erinnern können, stellte Kantonspolizei-Sprecher Hanspeter Krüsi gestern Mittwoch auf Anfrage des W&O fest.

Sie hätten ausgesagt, dass sie sich nicht an die weiteren Beschädigungen auf dem Bahnhofareal erinnern. Zum Alkohol kamen Drogen hinzu: Einer der Beschuldigten gab an, auch Marihuana konsumiert zu haben.

Möglicherweise Mittäter

Aussagen von Anwohnern gegenüber dem W&O berichteten von weiteren jungen Leuten, die möglicherweise ebenfalls an der nächtlichen Vandalenaktion beteiligt waren. Als die Polizei, sie wurde durch Anwohner alarmiert – rasch nach der Tat am Bahnhof Salez eintraf, seien einzelne Personen weggerannt, sagt Hanspeter Krüsi dazu.

«Wir haben die zwei Haupttäter ermittelt», stellt der Polizeisprecher fest. Diese hätten sich wegen ihres zur Tatzeit stark alkoholisierten Zustandes betreffend möglicher Mittäter an nichts erinnern können. Auch die Befragung «von einem guten Dutzend» weiterer Personen, welche die Polizei nach der Tat auf dem Bahnhofgelände angetroffen hat, habe diesbezüglich keine verlässlichen Hinweise ergeben.

Aufwendige Ermittlungen

Krüsi spricht von einer guten Ermittlungsarbeit der Polizei, die zu den beiden Tätern führte. Auch dank der Berichterstattung im W&O über die nächtliche Tat seien verschiedene Hinweise eingegangen. Die Beschreibungen der Bekleidung der an der Tat Beteiligten seien aber recht allgemein gewesen.

Anschliessend seien aufwendige Befragungen und Ermittlungen erfolgt. Anwohner und weitere Personen hätten dazu beigetragen, dass die weiteren Wege, welche die Täter nach ihrer Vandalenfahrt beim Bahnhof zurückgelegt hätten und ihre Identität schrittweise konkretisiert werden konnte. Dabei seien auch Taxiunternehmen und öffentlicher Verkehr einbezogen worden. Dass die Täter von ausserhalb der Region stammen, haben die Ermittlungen laut Hanspeter Krüsi erschwert.

Es gibt Hinweise darauf, dass die Tat der nun bei der Staatsanwaltschaft angezeigten 19-Jährigen in Salez nicht der erste Vorfall ist, bei dem sie straffällig wurden. Der Polizeisprecher «wollte und durfte» dies weder dementieren noch bestätigen.

Die beiden zur Tatzeit stark betrunkenen 19-Jährigen haben am 7. September mit der entwendeten Baumaschine auf dem Gelände des Bahnhofs Salez hohen Sachschaden angerichtet. (Bilder: Kantonspolizei)

Die beiden zur Tatzeit stark betrunkenen 19-Jährigen haben am 7. September mit der entwendeten Baumaschine auf dem Gelände des Bahnhofs Salez hohen Sachschaden angerichtet. (Bilder: Kantonspolizei)