Dritter 4:0-Sieg in Serie für Grabs

Erst ein NLA-Team steht in dieser Saison noch makellos, ohne eine Einzel-Niederlage da. Der Squashclub Grabs lässt im ersten Heimspiel auch Sihltal keine Chance und untermauert seine Playoff-Ansprüche auf eindrückliche Art.

Robert Kucera
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David Heath traf gegen Luca Zatti nicht immer die richtigen Entscheidungen, setzte sich dennoch klar mit 3:0 durch. (Bild: Robert Kucera)

David Heath traf gegen Luca Zatti nicht immer die richtigen Entscheidungen, setzte sich dennoch klar mit 3:0 durch. (Bild: Robert Kucera)

Drei Meisterschaftsspiele, drei souveräne Siege – mehr noch: die Grabser Spieler Aqeel Rehman, Rudi Rohrmüller, David Heath, Luca und Yannick Wilhelmi mussten den Court bislang noch nie als Verlierer verlassen. Der Squashclub Grabs hat einen Traumstart in die zweite NLA-Saison hingelegt, führt die Rangliste an. «Wir können zufrieden sein», so Heath im Gespräch mit dem W&O. «Es haben alle toll gespielt und wir haben gezeigt, dass Grabs eine starke Mannschaft ist – wir sind für niemanden einfach zu schlagen.»

Mehrere Satzbälle erfolgreich abgewehrt

Im Spitzenspiel gegen Sihltal blieb man gar ohne Satzverlust. Doch zwei Abwesende sorgten dafür, dass es nicht der erwartete Fight wurde. Die Schweizer Nummern 1 und 4, Nicolas Müller und Dimitri Steinmann, vertreten die Schweiz an internationalen Anlässen. Heath weist darauf hin, dass die Zuschauer mit diesen zwei Spielern im Court ein ganz anderes Meisterschaftsspiel erlebt hätten, bei dem nicht abzusehen gewesen wäre, welches Team am Ende den Sieg davongetragen hätte.

Doch das Sihltaler Quartett machte den Grabsern das Leben im Court schwerer, als es das Schlussergebnis erahnen lässt. Aqeel Rehman verhinderte im dritten Satz in extremis einen Satzverlust, als er aus einem 2:9-Rückstand und nach vier abgewehrten Satzbällen doch noch 13:11 siegte.

Aber auch David Heath hatte in seinen ersten zwei Durchgängen zu kämpfen und durfte sich keinen längeren Durchhänger erlauben. Nach fehlerhaften Spiel im ersten Satz stand Yannick Wilhelmi am Rande eines Satzverlusts, vermochte sich aber im richtigen Moment, bei 8:10-Rückstand, zu steigern, wehrte zwei Satzbälle ab und verwertet seinerseits den dritten. «Der Gegner hat einen unkonventionellen Stil. Mit diesem hatte Yannick Mühe im ersten Satz», wie Heath beobachtete. «Aber mit Geduld und besserer Länge in den Bällen konnte er den Gegner mehr und mehr unter Druck setzen», ist der Trainer mit dem Auftritt und über die Tatsache, dass Wilhelmi einen Weg zum Siegen gefunden hat, zufrieden.

Schlechte Entscheidungen in den ersten Sätzen

David Heath selbst weist nach zwei Meisterschaftsspielen eine makellose 6:0-Bilanz bei gewonnenen Sätzen auf. «Man kann nicht sagen, dass das Siegen einfach ist. Ich musste heute, obwohl es ein 3:0 war, kämpfen. Diese jungen Spieler werden immer besser. Ich muss konzentriert und diszipliniert bleiben, um zu gewinnen.» In den ersten zwei Sätzen gelang dies Heath nicht immer. «Ich habe ein paar schlechte Entscheidungen getroffen», analysiert er. Doch Heath besann sich darauf, wieder mehr Geduld im Court aufzubringen und mit höherer Präzision zu spielen – was letztlich der Schlüssel zum Erfolg war.

Grabs – Sihltal 4:0

Nach Sätzen: 12:0. – Nach Punkten: 140:78.

Die Partien: Aqeel Rehman vs. Enzo Corigliano 3:0 (11:6, 14:12, 13:11). – Rudi Rohrmüller vs. Andreas Dietzsch 3:0 (11:4, 11:5, 11:1). – David Heath vs. Luca Zatti 3:0 (11:7, 11:8, 11:4). – Yannick Wilhelmi vs. Sandro Borner 3:0 (14:12, 11:4, 11:4).