Dringender Appell an Regierung

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Eine Touristin mit Niqab in Luzern. (Bild: Boris Bürgisser (31. August 2016))

Eine Touristin mit Niqab in Luzern. (Bild: Boris Bürgisser (31. August 2016))

St. Gallen/Toggenburg Zum blockierten NRP-Beitrag an die Bergbahnen Wildhaus sagte Kantonsrat Mirco Gerig (SVP, Alt St. Johann) in der Budgetdebatte, dass das Seco, das Staatssekretariat für Wirtschaft, für den Bund die 5 Millionen Franken an das Ausbauprojekt Wildhaus 2.0 als sinnvoll und richtig gutheisse. Es sei wesentlich, damit weitere Investitionen von 15 Millionen bei diesem Bergbahnunternehmen, aber auch grosse Investitionen in ein Jufa-Hotel und in die Sanierung des Reka-Zentrums ausgelöst würden.

Regierungsrat Bruno Damann hielt fest, warum die Regierung den NRP-Beitrag nicht bewillige. Es brauche für eine Freigabe ­keine Fusion der beiden grossen Bergbahnen im Obertoggenburg, sondern nur eine kleine Zusammenarbeit in Form des gemeinsamen Tickets. Dieses sei die kleine Bedingung, welche die St. Galler Regierung stelle. Ohne den Ticketverbund bekämen beide Bahnen Probleme, «weil dann die Gäste ausbleiben», hielt Damann fest.

Mathias Müller (CVP, Lichtensteig) sagte, die Toggenburger Bevölkerung wünsche sich ein gemeinsames Bergbahnenticket und würde unter der Streitsituation der Bahnen leiden. «Den Konflikt können wir aber nicht ­lösen», stellte Müller fest. Das müssten die beiden Bahnunternehmen entscheiden. Der Kanton dürfe aber das Schiff nicht versenken, das mit massiven Investitionen von privaten und öffentlichen Institutionen und Unternehmen auf Kurs sei. Mit einer Ablehnung der NRP-Gelder für das Projekt der Bergbahnen Wildhaus würge die St. Galler Regierung diese Investitionen nämlich ab. Deshalb forderte Mathias Müller den zuständigen Regierungsrat Bruno Damann zur Freigabe der blockierten NRP-Gelder auf. (ts)