Drei Führungsmodelle zur Auswahl, eines wird konkret beantragt

WARTAU. Alle Schulführungsmodelle haben ihre Vor- und Nachteile, und jede Gemeinde bestimmt das zu ihr passende. Das ist eine Erkenntnis aus dem überparteilichen Informationsanlass vom Dienstag, der von den Ortsparteien FDP, SP und SVP Wartau im Betagtenheim durchgeführt worden ist.

Thomas Schwizer
Drucken
Teilen

WARTAU. Alle Schulführungsmodelle haben ihre Vor- und Nachteile, und jede Gemeinde bestimmt das zu ihr passende. Das ist eine Erkenntnis aus dem überparteilichen Informationsanlass vom Dienstag, der von den Ortsparteien FDP, SP und SVP Wartau im Betagtenheim durchgeführt worden ist. Eine weitere Erkenntnis: Das Gelingen des jeweiligen Modells steht und fällt mit den Personen, welche die jeweiligen Aufgaben innehaben.

Darin waren sich die Referentin und die Referenten einig, die von den Veranstaltern eingeladen waren, ihr jeweiliges Modell und die damit gesammelten Erfahrungen vorzustellen.

Drei unterschiedliche Modelle

Hugo Gort, bisher Schulleiter und ab 1. August dieses Jahres Rektor in Kaltbrunn, stellte das Rektormodell ohne Schulrat vor. Dieses beantragt der Wartauer Gemeinderat der ausserordentlichen Bürgerversammlung vom Dienstag, 28. Juni, um 19.30 Uhr in der Turnhalle des Oberstufenzentrums in Trübbach. In diesem Modell gibt es keinen vom Volk gewählten Schulratspräsidenten mehr, dessen Kompetenzen werden grösstenteils dem Rektor übertragen. Ein gewählter Gemeinderat würde im Ressortsystem dieser Behörde für die Schule zuständig sein.

Christoph Friedrich stellte als Schulratspräsident in Sennwald das dortige Modell vor. Der Schulratspräsident/die Schulratspräsidentin wird direkt vom Volk gewählt und ist von Amtes wegen Mitglied des Gemeinderates. Die Mitglieder der Schulkommission (in Sennwald weiterhin Schulrat genannt) werden entsprechend den benötigten Kenntnissen vom Gemeinderat gesucht und gewählt und nicht vom Stimmvolk.

Die Gamser Schulratspräsidentin Daniela Eberle ist ebenfalls direkt vom Volk gewählt und von Amtes wegen Mitglied des Gemeinderates. In Gams werden – anders als in Sennwald – auch die Mitglieder des Schulrates direkt vom Volk gewählt. In beiden Gemeinden wird mit mehreren Schulkommissionen gearbeitet, die weitgehende Entscheidkompetenz haben.

Anträge schriftlich einreichen

Es hiess, vom Gemeinderat (Rektormodell) abweichende Anträge sollen vor dem 28. Juni schriftlich beim Gemeindepräsidenten eingereicht werden. So könne man ein «Chaos» an der Bürgerversammlung vermeiden, die Eindeutigkeit und Verständlichkeit sicherstellen.

? DIE DRITTE