DIPLOMATIE: Die Schweiz spannt mit drei Ländern zusammen

Eritrea soll geholfen werden. Damit wollen die Beteiligten die Ursachen für den Exodus aus dem Land angehen.

Tobias Gafafer
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Tobias Gafafer

In der Eritrea-Frage bewegt sich etwas. Die Schweiz, Deutschland, Norwegen und Schweden wollen die Herausforderungen, die sich im Umgang mit dem isolierten Land stellen, zusammen angehen. Dies zeigen Recherchen unserer Zeitung.

2016 kam es zum ersten Treffen. Im Januar dieses Jahres reisten ranghohe Diplomaten der vier Staaten erstmals gemeinsam für Gespräche mit Regierungsvertretern nach Asmara. Die Aussenministerien in Bern, Berlin und Oslo bestätigten die besonders enge Zusammenarbeit. Das Informations­ministerium des autoritären Regimes erwähnte die Visite auf seiner Internetseite nicht.

Lebenssituation in Eritrea verbessern

«Wir hoffen, dass die gemeinsame Diskussion zu mehr Resultaten führt», sagte eine Sprecherin des norwegischen Aussenministeriums auf Anfrage. Die involvierten Staaten wollten damit Probleme wie die massive illegale Migration, die ungenügende Menschenrechtslage und die fehlende wirtschaftliche Entwicklung in Eritrea besser angehen. Man teile die Suche nach Wegen, um die Lebenssituation der Menschen in Eritrea zu verbessern, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin. Es würden intensive Gespräche über wirtschaftliche sowie politische Fluchtursachen und Möglichkeiten, wie man diese beseitigen kann, geführt.

Eritrea ist gemäss der UNO eines der ärmsten Länder der Welt. Allein 2015 stellten in Deutschland rund 11000 Eritreer ein Asylgesuch, in der Schweiz rund 10000, in Norwegen 3000 und in Schweden 7250.19, 21