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DIGITALVIGNETTE: Ungeeignet für spontane Ausflüge

Ab dem 1. Dezember ist die digitale Autobahnvignette in Österreich gültig. Verkauft wird sie seit einer Woche. Grund: Sie ist erst ab dem 18. Tag nach dem Kauf gültig.
Architekt Felix Widmer, Schindelmacher Emil Näf sowie Regionalförster Erwin Rebmann (von links) bei der Übergabe des Labels «Herkunftszeichen Schweizer Holz». (Bild: PD)

Architekt Felix Widmer, Schindelmacher Emil Näf sowie Regionalförster Erwin Rebmann (von links) bei der Übergabe des Labels «Herkunftszeichen Schweizer Holz». (Bild: PD)

Der Kauf der Autobahnvignette für Österreich soll bequemer werden. Das Pickerl kann seit dem 8. November digital gekauft werden und wird mit dem Autokennzeichen im System erfasst. Gültig ist sie ab dem 1. Dezember, da die Digitalvignette erst ab dem 18. Tag nach Kauf gültig ist, wie Alexander Holzedl, Pressesprecher der österreichischen Strassenbetreibergesellschaft Asfinag erklärt: «Gemäss der Europäischen Richtlinie für Konsumentenschutz können Kunden innerhalb von 14 Tagen vom Online-Kauf eines Produktes oder einer Dienstleistung zurücktreten. Dies wird auch bei der digitalen Vignette so sein.»

Der Tag des Kaufs zähle dabei nicht zu den genannten zwei Wochen. «Da dieser Rücktritt nicht nur per E-Mail, sondern auch per Post möglich ist, werden hier weitere drei Tage für einen möglichen Postweg bis zum Einlangen bei der Asfinag berücksichtigt», so Holzedl. Damit soll verhindert werden, dass Autofahrer, die die Vignette kaufen, diese zum Beispiel mehrere Tage nutzen und dann aber vom Kauf zurücktreten. Zusätzlich ist ein Wechsel von einer Klebe- auf eine Online-Vignette im Gültigkeitszeitraum nicht möglich, es sei denn, die Windschutzscheibe bricht, sagt der Asfinag-Pressesprecher.

Für Spontane bleibt Klebevignette Alternative

Für ungeplante Fahrten am selben oder etwa am nächsten Tag muss weiterhin auf die Klebevi-gnette gesetzt werden. Es gibt eine Ausnahme, erläutert Holzedl: «Wenn beispielsweise Urlaubsfahrten schon lange vorher geplant werden, können sich Kunden bereits frühzeitig eine Zehn-Tages-Vignette digital kaufen. Benutzer haben dann die Möglichkeit, den Gültigkeitszeitraum jederzeit zu ändern, solange die Gültigkeit nicht schon begonnen hat.»

Bei der Einführung der digitalen Vignette musste der Asfinag Reklamationen in Kauf nehmen. «Natürlich haben wir in den vergangenen Monaten im Zuge der Einführung von Kunden gehört, dass die Konsumentenschutzfrist vor allem bei Zehn-Tages- oder Zwei-Monats-Vi-gnetten sehr hinderlich ist. Deswegen wird ab Mitte 2018 die digitale Vignette auch an Vertriebsstellen angeboten. Diese sind dann nämlich sofort gültig», erklärt Holzedl. Die neue digitale Vignette bringt aber auch Vorteile mit sich. Kein Kleben und kein Kratzen, man kann sie ortsunabhängig kaufen und sie ist eine Erleichterung für Wechselkennzeichen-Besitzer.

Beide Vignetten bleiben gültig

Die Asfinag werde die zukünftige Entwicklung der digitalen Vignette genau beobachten. «Allein in den ersten Tagen wurden bereits über 70 000 digitale Jahresvignetten verkauft», so der Pressesprecher Holzedl. Laut einer Umfrage wollen zwei von drei Befragten zur digitalen Variante wechseln. Eine genaue Übersicht könne die Asfinag erst im kommenden Februar geben. Die Vi-gnette von 2017 gilt noch bis 31. Januar 2018. Die digitale Vignette für 2018 ist ab 1. Dezember 2017 gültig und kann zunächst nur ­online bei der österreichischen Strassenbetreibergesellschaft Asfinag gekauft werden.

Nathalie Bagnoud

redaktion@wundo.ch

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