«Dies ist erst ein erster Schritt»

WILDHAUS/ALT-ST. JOHANN. Urs Frei aus Nesslau ist «hocherfreut, dass eine Lösung gefunden wurde.» Zugleich findet er es bedauerlich, dass es soweit gekommen war.

Beat Lanzendorfer Martin Knoepfel
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WILDHAUS/ALT-ST. JOHANN. Urs Frei aus Nesslau ist «hocherfreut, dass eine Lösung gefunden wurde.» Zugleich findet er es bedauerlich, dass es soweit gekommen war. Er sei sogar von Personen von ausserhalb des Tals auf den Streit der Bergbahnen angesprochen worden, sagt der Präsident der FDP Toggenburg. Seine Gesprächspartner hätten kein Verständnis für diesen Streit gezeigt.

Durchaus Verständnis

Linus Thalmann, SVP-Kantonsrat und Hotelier, Kirchberg: «Ich schätze die Einigung im Bergbahnen-Streit absolut positiv ein. Ich als Hotelier spüre am eigenen Leib, dass die Gäste Kombi-Angebote bevorzugen. Die Einigung war dringend nötig. Ich habe allerdings durchaus Verständnis für die Toggenburg Bergbahnen, denn ihre Investition war enorm. Da ist es nachvollziehbar, dass die Verantwortlichen ein grösseres Stück des Kuchens beanspruchen. Dies ist erst ein erster Schritt, denn ich bin überzeugt, dass punkto Investitionen im Tal ein grosser Nachholbedarf vorhanden ist.»

Reichlich spät

Mirco Gerig, SVP-Kantonsrat und Assistent Wirtschaftsprüfung, Unterwasser: «Endlich zeichnet sich ein Silberstreifen am Horizont ab. Zum einen ist es eine riesige Befreiung für die Leistungserbringer, Bergbahnen und Hotels, zum anderen spüre ich aber auch Erleichterung im ganzen Tal. Wie gross der angerichtete Schaden allerdings ist, muss abgewartet werden. Der Gast bucht zwar immer kurzfristiger, ich befürchte aber, dass die Einigung für das Weihnachts- und Neujahrsgeschäft reichlich spät kommt.»

Mit Klanghaus verbunden

SP-Kantonsrat Christoph Thurnherr sagt, dass das Unverständnis in der Bevölkerung über den Streit der Bergbahnen gross gewesen ist. Der Wattwiler hatte in einer Interpellation kritische Fragen zum Streit der Bergbahnen gestellt und gefragt, ob der Streit die Unterstützung für das Klanghaus gefährde. «Sachlich hat das Klanghaus mit der Bahn nichts zu tun», sagt Christoph Thurnherr. «Emotional aber schon.»