Die Zahl der ­Fischer nimmt ab

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Kanton St. Gallen Die Berufs­fischer am Bodensee-Obersee haben 2016 zwar mehr Fische ­gefangen als im Vorjahr: Die 326 Tonnen gelten aber als das zweitschlechteste Ergebnis sei 1936. Als Reaktion auf die anhaltend schlechten Fangquoten werden die Patente für Berufsfischer ­weiter reduziert.

Der Fang der Berufsfischer am Bodensee-Obersee liege 2016 mit rund 326 Tonnen knapp 25 Pro­zent höher als im Vorjahr, heisst es in einer Mitteilung der Internationalen Bevollmächtigtenkonferenz für die Bodensee­fischerei von gestern. Höhere Erträge – allerdings auf tiefem Ni­veau – gab es bei Felchen und Barschen. Auch Weissfische, Hechte, Aale und Welse gingen den Fischern überdurchschnittlich oft ins Netz. Einen Rückgang gab es hingegen bei den Seesaiblingen, Seeforellen und Zandern.

Die Bevollmächtigtenkonferenz wird als Reaktion auf die anhaltend tiefen Fangerträge, die bereits 2015 beschlossene Reduktion der Berufsfischerpatente weiter durchziehen. Aktuell sind am Bodensee-Obersee noch 101 Berufsfischer aktiv, 13 weniger als noch 2014. Einige Berufsfischer hätten sich aus wirtschaftlichen Gründen anderweitig orientiert, andere ihr Patent aus Altersgründen zurückgegeben, heisst es in der Mitteilung. Bis 2020 soll die Zahl der Berufsfischer auf noch 80 gesenkt werden. (sda)