Die Zahl der ankommenden Flüchtlinge wird kleiner

REGION. Europa ist derzeit mehr denn je Zufluchtsort für Flüchtlinge aus dem Nahen Osten, Afrika und Osteuropa. Ein grosser Teil davon tritt an der östlichen Landesgrenze in die Schweiz ein, allen voran am Bahnhof Buchs.

Armando Bianco
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REGION. Europa ist derzeit mehr denn je Zufluchtsort für Flüchtlinge aus dem Nahen Osten, Afrika und Osteuropa. Ein grosser Teil davon tritt an der östlichen Landesgrenze in die Schweiz ein, allen voran am Bahnhof Buchs. Hierzulande werden Erinnerungen wach an die Krisen auf dem Balkan oder Sri Lanka, als die Asylgesuche in die Höhe schnellten.

Aus Syrien und Afghanistan

Von Montag bis Donnerstag sind insgesamt 208 Flüchtlinge und Asylsuchende in den Kanton St. Gallen eingereist. 104 davon stammen aus Syrien, 63 aus Afghanistan, alle andere stammen aus Iran, Irak, Pakistan, Eritrea und anderen Ländern. Unter den registrierten Personen befand sich auch ein Schlepper. Im Vergleich zu den vorangegangenen Tagen sind die Zahlen derzeit rückläufig. Gestern wurde in diesem Zusammenhang bekannt, dass die regionalen Zivilschutzanlagen in den Regionen Werdenberg und Sarganserland am Montag wieder geschlossen werden. Per Ende August befanden sich im Wahlkreis Werdenberg 44 Asylsuchende und 105 vorläufig Aufgenommene im Asylprozess. Im Toggenburg waren es 148 Asylsuchende und 134 vorläufig Aufgenommene, im Sarganserland 109 respektive 79. Die Zahlen per Ende August für den ganzen Kanton St. Gallen ergeben 1174 Asylsuchende und 1459 vorläufig Aufgenommene, zusammen macht das 2633 Personen. Die kumulierte Zahl aus Asylsuchenden und vorläufig Aufgenommenen stieg in den letzten 18 Monaten kontinuierlich und ist nun ähnlich hoch wie zwischen 2001 und 2004.

Verschiedener Status

Asylsuchende sind Personen, die in der Schweiz ein Asylgesuch eingereicht haben, welches noch in Bearbeitung ist. Vorläufig Aufgenommene sind Personen, bei welchen das Asylgesuch abgelehnt wurde, denen jedoch aufgrund der Situation in ihrem Herkunftsstaat oder aufgrund internationaler Vereinbarungen eine Rückkehr nicht zugemutet werden kann.

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